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Griechenland-Special 2019. Deutsch-Griechischer Jugendaustausch: Begegnungen nachhaltig gestalten

2019 war das Griechenland-Special mit „Deutsch-Griechischer Austausch im Jahr der Weichenstellungen“ überschrieben. Inzwischen wurden die Entscheidungen umgesetzt: Am 4. Juli 2019 wurde das Abkommen zur Gründung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks unterzeichnet. Leipzig steht bereits als Standort für das deutsche Büro des Jugendwerks fest. Nun sind noch einige technische Details zu klären, bevor das Jugendwerk seine Arbeit aufnehmen kann.

Der deutsch-griechische Jugendaustausch ist damit ein gutes Stück weitergekommen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn in beiden Ländern musste die Planung über Legislaturperioden gerettet werden. Dass dies gelungen ist, ist auch das Verdienst der Zivilgesellschaften in Deutschland und Griechenland, die unbeirrbar am Austausch junger Menschen festgehalten haben. Was dies bedeutet, davon soll in diesem Griechenland-Special die Rede sein.

Einen besonderen Schwerpunkt legten wir 2019 auf die Themen Umwelt und Umweltbildung. Überall auf der Welt sorgen sich junge Menschen um die Folgen des Klimawandels – auch in Deutschland und Griechenland. Mit der Bewegung „Fridays for Future“ sind sie millionenfach auf die Straße gegangen und haben ihre Schulen bestreikt. Entgegen aller Unkenrufe sind sie eben keine unpolitische und passive Generation. Auch aus diesem Grund hat das Bundesjugendministerium Ende 2019 einen Fachtag „Umweltbildung im deutsch-griechischen
Jugendaustausch“ durchgeführt.

Ein wichtiges Großereignis war im Mai 2019 das deutsch-griechische Jugendbarcamp „Hallo Leipzig! - Wie geht‘s Dir, Europa?“. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey, die Stadt Leipzig und 120 junge Menschen aus Deutschland und Griechenland feierten damit den Standort des deutschen Büros des Deutsch-Griechischen Jugendwerks. Wichtiger noch: Junge Menschen hatten die Gelegenheit mit der Politik auf Tuchfühlung zu gehen und ihre Vorstellungen von Europa, Jugendbeteiligung und Jugendaustausch deutlich zu machen. Eins kann man sagen: Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat den jungen Menschen aufmerksam zugehört.

Einen wesentlichen Beitrag für die Weiterentwicklung des deutsch-griechischen Austauschs haben die Sitzungen der Arbeitsgruppe „Sprachanimation im deutsch-griechischen Jugendaustausch“ in den vergangenen Jahren geleistet. Sprachanimation ist für den deutsch-griechischen Jugendaustausch genauso wichtig wie für alle interkulturellen Kontexte. Jugendliche werden für die Sprache und die Kultur des Gegenübers sensibilisiert und lernen, sich spielerisch und ganzheitlich einander zu nähern. Auch davon berichtet unser Special. Die Kompetenzstelle Sprache und das Länderprogramm Griechenland bei IJAB konnten auf die Erfahrungen der anderen bilateralen Jugendwerke und Koordinierungsstellen zurückgreifen. Dafür einen herzlichen Dank!

Dass solche zivilgesellschaftlichen Aktivitäten nicht ohne Förderung auskommen, versteht sich von selbst. Mit dem „Sonderprogramm zur Förderung des Deutsch-Griechischen Jugend- und Fachkräfteaustausches“ hat das Bundesjugendministerium einen ganz wesentlichen Beitrag dazu geleistet, sie zu ermöglichen. Die Deutsche Sportjugend konnte so mit der Hellenischen Olympischen Akademie nachhaltig die partnerschaftlichen Verbindungen im Bereich Sport zwischen Deutschland und Griechenland stärken und ausweiten. Bis das Deutsch-Griechische Jugendwerk seinen Regelbetrieb aufnimmt, wird das Sonderprogramm auch 2020 weiterhin zur Verfügung stehen.

Das Griechenland-Special ist in Deutsch und Griechisch auf der Webseite von IJAB abrufbar. Zudem hält Dija.de dauerhaft Zusammenstellungen von möglichen Projektpartnern und zur Förderung aktuell und vermittelt grundlegende jugendpolitische Informationen zu Griechenland.

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Ihr IJAB-Redaktionsteam
Natali Petala-Weber, Christian Herrmann und Katrin Schauer

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