Im Fokus: Finnland und die EU-Ratspräsidentschaft

Die finnische EU-Ratspräsidentschaft und ihre Prioritäten

Unter dem Motto 'Nachhaltiges Europa, nachhaltige Zukunft' hat Finnland am 1. Juli 2019 erstmals den zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) rotierenden Vorsitz im Ministerrat übernommen und diesen bis zum 31. Dezember 2019 inne. Es ist der dritte EU-Ratsvorsitz für das skandinavische Land (nach 1999 und 2006).

Finnland ist seit 1. Januar 1995 Mitglied der EU. Es bildet zusammen mit Finnland und Kroatien die nächste Trio-Präsidentschaft. Das Achtzehnmonatsprogramm der Trio-Präsidentschaft Rumänien - Finnland- Kroatien (PDF 368 KB) gibt es auf der Webseite des Rats der Europäischen Union. Darin heißt es unter anderem, dass sich die drei Vorsitze dafür einsetzen werden, "insbesondere bei jungen Menschen das Wissen über die EU zu vertiefen und das Bewusstsein für die bürgerorientierte Politik der EU zu schärfen."

Finnland setzt im Rahmen seines EU-Ratsvorsitzes auf verschiedene Schwerpunkte und Akzente:

Als weitere Themen der Agenda werden genannt: Migration, die Gemeinsame Strukturierte Verteidigungspolitik, der Binnenmarkt und Handel.

Ausführliche Informationen über die Prioritäten der finnischen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie auf der Webseite zur EU-Ratspräsidentschaft: eu2019.fi/de/programm

Die Schwerpunkte im Jugendbereich

Die Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der EU soll weiter bekämpft werden. Vereinbarte Regeln und politische Maßnahmen sollen besser umgesetzt werden, um dieses Ziel zu erreichen und die junge Generation nicht zu verlieren. Außerdem soll der sozialen Integration von Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, damit Fertigkeiten und Fähigkeiten nicht verloren gehen. Alle Jugendlichen sollen unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund die gleichen Möglichkeiten haben, ihre digitalen Kompetenzen zu erweitern.

Bei ihrer Verteidigung von multilateralen Lösungen und ihrer Teilnahme an der Bekämpfung von Konflikten, soll die EU ihre Rolle als Vermittler stärken und dabei besonders die wichtige Rolle von Frauen und Jugendlichen berücksichtigen.

Links

Jugendrelevante Termine im Rahmen der EU2019FI

Auf der Seite der finnischen EU-Ratspräsidentschaft gibt es unter 'Veranstaltungen' einen Terminkalender, der die Termine im Rahmen der finnischen EU-Ratspräsidentschaft aufführt und regelmäßig aktualisiert wird.

Weitere Informationen zu Fachveranstaltungen und Fortbildungen zu (europäischer) Jugendpolitik und Jugendarbeit in Deutschland und Europa gibt es auf DIJA.de unter 'Termine'

Kinder- und Jugendpolitik in Finnland

Das Ministerium für Bildung und Kultur ist in Finnland für die allgemeine Entwicklung der Jugendarbeit und der Jugendpolitik verantwortlich.

Ziel der Jugendpolitik ist es, die Bedingungen zu verbessern, unter denen junge Menschen aufwachsen und leben, und die Interaktion zwischen den Generationen durch sektorübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern.

Ziel der Jugendarbeit ist es, junge Menschen beim Wachstum und Übergang in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen und ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern.

Die Entwicklung jugendpolitischer Themen wird durch das Regierungsprogramm, das Nationale Programm für Jugendarbeit und Jugendpolitik sowie andere Strategien und Umsetzungspläne der Regierung, einschließlich der Schlüsselprojekte des Regierungsprogramms, bestimmt.

Gemäß dem Jugendgesetz verabschiedet die Regierung alle vier Jahre ein nationales Programm für Jugendarbeit und Jugendpolitik. Das Nationale Programm für Jugendarbeit und Jugendpolitik (2017-2019) auf der Grundlage des Jugendgesetzes und des Regierungsdekrets über Jugendarbeit wurde am 12. Oktober 2017 angenommen.

Der Teil der nationalen Politiken des Programms umfasst fünf jugendpolitische Ziele, die die Regierung für 2017–2019 festgelegt hat:

  1. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat die Möglichkeit, mindestens ein Freizeithobby seiner Wahl zu betreiben.
  2. Die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen wird gestärkt und die soziale Ausgrenzung verringert.
  3. Jugendliche erhalten mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Einflussnahme.
  4. Weniger junge Menschen sollen aufgrund vorbeugender Arbeit an psychischen Gesundheitsproblemen leiden.
  5. Jugendliche erhalten eine ausreichende Anleitung und andere Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben.

Nach dem Jugendgesetz ist das Ministerium für Bildung und Kultur in erster Linie die zuständige Behörde, die das nationale Programm für Jugendarbeit und Jugendpolitik in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Ministerien wie dem Justizministerium, dem Innenministerium, dem Verteidigungsministerium und dem Wirtschaftsministerium umsetzt.

Mehr Informationen zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in Finnland sowie zu jugendrelevanten Gesetzen, der Jugendverbandsarbeit, der internationalen Jugendarbeit und Zusammenarbeit gibt es im Youth Wiki, der Online-Enzyklopädie zur Jugendpolitik in Europa.

Weiterführende Links der EU2019FI

Offizielle Homepage: www.eu2019.fi

Social Media:

Weitere

Auf nach … Finnland! Hilfreiche Links für alle, die einen Aufenthalt in Finnland planen, dort studieren oder arbeiten wollen, bietet die Webseite Rausvonzuhaus.

Kinder- und jugendpolitische Länderinformationen zu Finnland bietet DIJA.de auf einen Blick
oder das Youthwiki mit Informationen zu Jugendpolitik in Finnland (auf Englisch).

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