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Luxemburg-Stadt.
Luxemburg-Stadt.Bild: © jorisvo / fotolia.com

Der Text zu Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in Luxemburg gliedert sich in die vier Kapitel:

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Gesetzliche Grundlagen

Relevante Gesetze
Altersbezogene gesetzliche Regelungen

Relevante Gesetze

Als junge Menschen gelten in Luxemburg Personen zwischen 12 und 25 Jahre. Kind ist, wer unter 12 ist. Als Minderjährige werden Personen unter 18 Jahren betrachtet.

Die Luxemburger Gesetzgebung basiert auf dem Gesetz vom 12. November 1971, das dem Jugendschutzgedanken Vorrang vor der Bestrafung von Delikten gibt. Das Jugendgericht soll vorbeugend eingreifen, wenn Kinder und Jugendliche erzieherischen Risiken oder Mängeln seitens der Eltern ausgesetzt sind.

Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Schulpflicht: 4 bis 16 Jahre

Wahlrecht:

Mindestalter für Beschäftigung: 16 Jahre

Erwerb eines Führerscheins: 
   für Mopeds: 16 Jahre
   für Motorräder: 17,5 Jahre
   für PKW: 17 Jahre

Mindestalter zum legalen Erwerb oder Verbrauch von alkoholischen Getränken: 18 Jahre

Links
http://www.protection-of-minors.eu/de/country/LU - Informationen zum Kinder- und Jugendschutz in Europa der BAG Kinder- und Jugendschutz
http://wiki.crin.org/mediawiki/index.php?title=Luxembourg - Wiki zu Kinderrechten in Luxemburg

Kinder- und jugendpolitische Strukturen

Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten 
Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme
Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l'Éducation nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse) ist zuständig für die Formulierung der Kinder- und Jugendpolitik in Luxemburg. Der dem Ministerium unterstellte Nationaler Jugenddienst (Service National de la Jeunesse, SNJ) wurde 1964 gegründet und ist seitdem insbesondere für die Umsetzung der Jugendpolitik zuständig. Die Behörde hat die Aufgabe, zur Umsetzung der Jugendpolitik beizutragen und eine Kontakt-, Informations-, Berater- und Unterstützungsfunktion für die Jugendlichen und die Mitarbeiter der Jugendarbeit zu gewährleisten.

Weitere Ministerien mit Berührungspunkten in Kinder- und Jugendfragen sind: Ministerium für Gesundheit (Ministère de la Santé), Justizministerium (Ministère de la Justice), Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und soziale und solidarische Wirtschaft (Ministère du Travail, de l'Emploi et de Economie sociale et solidaire), Ministerium für Kultur (Ministère de la Culture) und Ministerium für Fachschulausbildung und Forschung (Ministère de l'Enseignement Supérieur et de la Recherche).

Die 116 Kommunen, die eine große Autonomie genießen, spielen eine wichtige Rolle in der Kinder- und Jugendpolitik. Zwar gibt der Staat seine Unterstützung in Form von Zuschüssen, Rat und Begleitung, aber nach dem Subsidiaritätsprinzip entscheiden die Kommunen, welche nationalen Initiativen sie in welchem Umfang lokal umsetzen wollen, seien es

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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Ausrichtung, Mittel und Strukturen der Jugendpolitik Luxemburgs sind festgelegt im Jugendgesetz von 4. Juli 2008. Als Zielsetzungen der Jugendpolitik gelten die Unterstützung der beruflichen und sozialen Entwicklung, der aktiven Bürgerschaft und Autonomie der Jugendlichen, der Solidarität in einer multikulturellen Gesellschaft, sowie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, des Initiativgeistes und der Kreativität, allgemein die Unterstützung der nicht formalen Bildung und der in diesem Feld tätigen Organisationen.
In Anlehnung an die Entwicklung der Jugendpolitiken in Europa fußt die Jugendpolitik Luxemburgs auf drei Prinzipien: sie definiert sich als „partizipativ, transversal und evidence based“.

Auf Grundlage des Jugendgesetztes von 2008, das die regelmäßige Erstellung eines Nationalen Jugendberichtes und eines nationalen Aktionsplans im Bereich der Jugend vorschreibt, hat der Staat einen Jugendpakt 2012-2014 /Le Pacte pour la Jeunesse 2012-2014 geschaffen, der die Strategien, Ziele und Aktionen für die Jugend vereint. In Form von rund 60 Maßnahmen, die Jugendlichen in Luxemburg das Leben vereinfachen sollen. An der Erstellung haben verschiedene Ministerien mitgewirkt.

Aufgeteilt ist der Jugendpakt in fünf Aktionsfelder:

(Quellen: Nationaler Bericht zur Situation der Jugend in luxemburg, 2010: http://www.statistiques.public.lu/fr/publications/thematique/population-emploi/jeunesse/rapport_jeunesse_de.pdf und Jugendpakt 2012- 2014: http://www.jugendpakt.lu/)

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Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Das Familien- und Integrationsministerium (Ministère de la Famille, de l'Intégration et à la Grande Région, MFI) hat die Verantwortung für die Koordination aller Kinder- und Jugendfragen, ohne direkt in die Kompetenzen anderer Ministerien eingreifen zu können. Um die Kohärenz und die Übereinstimmung aller Initiativen mit den allgemeinen Orientierungen der Kinder- und Jugendpolitik zu gewährleisten, gibt es: 

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Informationen zur Jugendpolitik in Luxemburg finden Sie auch im YOUTH WIKI der Europäischen Kommission.

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Jugendverbandsarbeit

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit 
Überregionale Jugendverbände

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit

Wegen der Dimensionen des kleinen zentralisierten Landes Luxemburg wird auf den Punkt Überregionale Jugendverbände verwiesen.

Überregionale Jugendverbände

Die CGJL (Conférence Générale de la Jeunesse Luxembourgeoise) fasst als eigenständige Föderation die folgenden vier Gruppen zusammen:

(Quelle: CGJL: les organisations de Jeunesse au Luxembourg 2003)

Internationale Jugendarbeit und Mobilität

Zentrale Einrichtungen und Organisationen
Zusammenarbeit mit Deutschland

Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Das Ministerium für Familie und Integration vertritt Luxemburg auf europäischer Ebene bei der regelmäßig tagenden Jugendministerkonferenz. Für die Umsetzung des Europäischen Aktionsprogramms JUGEND ist die im Service National de la Jeunesse (SNJ) integrierte Nationalagentur zuständig.

Die Conférence Nationale de la Jeunesse Luxembourgeoise (CGJL) als Dachorganisation der luxemburgischen Jugendverbände ist Mitglied des Europäischen Jugendforums.

Luxemburg ist Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA): http://www.eyca.org/card/countries/40/luxembourg

Weitere Informationen zu Luxemburg für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/LU_de

Zusammenarbeit mit Deutschland

Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg gibt es kein Abkommen über jugendpolitische Zusammenarbeit. Es besteht aber ein Kulturabkommen, das unter anderem luxemburgischen Studierenden den Zugang zu deutschen Universitäten sichert.

Der Service National de la Jeunesse (SNJ) kooperiert in Deutschland unter anderem mit der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA). Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit zwischen Jugendverbänden aus der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz.

Karte, auf der Impressum steht.
Karte, auf der Impressum steht.Bild: geralt / pixabay.com

Impressum - Luxemburg

Die Länderinfos zu LUXEMBURG wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Letzte Aktualisierung: Januar 2015

Kontakt: dija(at)ijab.de