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Willkommen bei den Länderinfos: TÜRKEI

Bildquelle: © refleXtions - Fotolia.com

Der Text gliedert sich in die vier Kapitel: 

Im Impressum erhalten Sie Informationen über Erstellungsdatum, Verfasser/-in und Ansprechpartner/-in.

Allgemeine länderkundliche Informationen - Türkei

Flagge der Türkei.
Bildquelle: © dario - Fotolia.comBild: © dario / fotolia.com

Relevante Links, die einen Überblick über Land und Leute geben:

Länderinformationen des Auswärtigen Amts:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/tuerkei-node

Länderprofil bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Türkei

Türkische Botschaft Berlin:
http://berlin.be.mfa.gov.tr/Default.aspx

Türkisches Außenministerium:
http://www.mfa.gov.tr/default.en.mfa

Grunddaten

Einwohner: 79 414 269 (Juli 2015)

Hauptstadt: Ankara
andere große Städte: Istanbul, Izmir, Bursa, Adana, Konya, Gaziantep, Antalya

Amtssprache: Türkisch

Bruttonationaleinkommen pro Einwohner: 9920,15 US-Dollar (2014, geschätzt)

Altersstruktur (2015, Anteil an Gesamtbevölkerung):
0-14 Jahre: 25,45%
15-24 Jahre: 16,25%
25-54 Jahre: 43,07%
55-64 Jahre: 8,15%
65 Jahre und älter: 7,09%

Lebenserwartung: Männer: 72,26 Jahre, Frauen: 77 Jahre; durchschnittlich: 74,57 Jahre

Bevölkerungszuwachs: Wachstumsrate 1,37 %

Verwaltung: Republik, parlamentarische Demokratie; zentralistische Verwaltung; Einteilung in 81 Provinzen mit je einem Gouverneur (Vali) als oberstem Organ; Provinzen sind wiederum in Landkreise unterteilt, an deren Spitze jeweils ein Landrat (Kaymakam) als Repräsentant der Zentralregierung in Ankara steht; auf Ebene der Städte und Gemeinden lokale Verwaltungen, deren Leitung (Bürgermeister) von der örtlichen Bevölkerung gewählt wird. Strikt getrennte Kompetenzen.

Staatsoberhaupt: Staatspräsident: Recep Tayyip Erdogan, Ministerpräsident: Ahmet Davutoglu

Religion: Islam (ca. 99 %), mehrheitlich Sunniten, rund 15 Mio. Aleviten; 0,2 % Christen (125 000); 0,04 % Juden (23 000). Laizistisches Staatsverständnis (strikte Trennung zwischen Staat und Religion).
Das Diyanet İşleri Başkanlığı (Präsidium für Religionsangelegenheiten) ist direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt und ist die höchste islamische Autorität des Landes zur Verwaltung und Kontrolle religiöser Angelegenheiten.

Inflationsrate (2014): 6,2 %

Arbeitslosenquote: 10,16 % (2014, geschätzt), bei Jugendlichen 18,7 % (2014) (Arbeitslose werden nur gezählt, wenn sie sich freiwillig beim Arbeitsamt melden; in einigen Regionen liegt die Jugendarbeitslosigkeit auch bei bis zu 30 %)

Internationale Mitgliedschaften: Vereinte Nationen mit Sonderorganisationen, NATO, Europarat, OECD, Organisation Islamische Konferenz (OIC), KSZE/OSZE, EG-Assoziierungs-Abkommen, EU-Zollunion, Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU) seit 11.12.1999

(Quellen: Auswärtiges Amt, Wikipedia, Türkisches Statistikinstitut TUIK, Statista, The World Factbook)

Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen - Türkei

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in der Türkei. Mehr lesen unter 

Relevante Gesetze

In der Türkei gibt es kein spezielles Kinder- und Jugendrecht, vielmehr sind die gesetzlichen Bestimmungen für Kinder und Jugendliche mit den allgemeinen Gesetzen verknüpft. Bestimmungen, die dem Schutz der Interessen von Kindern und Jugendlichen gelten, sind vor allem in der Verfassung der Republik Türkei zu finden.

Gleichheit vor dem Gesetz
“Schutzmaßnahmen für Kinder, Alte, Menschen mit Behinderung, Witwen und Waisen von im Kriegs- und Militärdienst Gefallenen sowie Kranke und Veteranen dürfen dem Gleichheitsgrundsatz nicht widersprechen.” (Artikel 10/3)

Schutz der Familie
“Die Familie ist die Basis der türkischen Gesellschaft und beruht auf der Gleichheit zwischen den Ehepartnern. Der Staat trifft die nötigen Vorkehrungen zur Sicherheit und zum Wohlergehen der Familie, indem er dafür die erforderlichen Organisationen gründet. Mütter und Kinder sind unter besonderen Schutz gestellt, auch kümmert sich der Staat um die Wissensvermittlung zum Thema Familienplanung. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz und Fürsorge und darauf, eine persönliche und unmittelbare Beziehung mit seiner Mutter und seinem Vater aufzubauen und fortzuführen, solange es keine offensichtlichen Gründe gibt, die dem entgegenstehen.” (Artikel 41)

Recht auf Bildung und Ausbildung
“Niemand darf vom Recht auf Bildung und Ausbildung ausgeschlossen werden.” (Artikel 42/1)

Arbeitsbedingungen
“Niemand darf Tätigkeiten nachgehen, die Alter, Geschlecht oder körperlicher Kraft nicht angemessen sind. Minderjährige, Frauen sowie Menschen mit körperlicher und geistiger Einschränkung unterstehen im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen besonderem Schutz.” (Artikel 50/1-2)

Jugendschutz
“Der Staat trifft Vorkehrungen dafür, dass die dem Staat, der Unabhänigkeit und der Republik anvertrauten Jugendlichen sich im Sinne eines positiven Wissenschaftsverständnisses nach den Leitprinzipien und dem Revolutionärismus Atatürks entwickeln und erzogen werden und vor Bestrebungen, die die Teilung des Vaterlandes zum Ziel haben, geschützt werden. Der Staat ergreift außerdem Maßnahmen dafür, Jugendliche vor Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Kriminalität, Glücksspiel und vergleichbaren schlechten Angewohnheiten sowie vor Unwissenheit zu schützen.” (Artikel 58)

Wahlrecht, das Recht, bei Wahlen zu kandidieren und das Recht auf politische Aktivität
“Jeder türkische Staatsbürger nach Vollendung des 18. Lebensjahrs hat das Recht, an Wahlen und Volksabstimmungen teilzunehmen.” (Artikel 67/3)
“Jeder türkische Staatsbürger, der oder die das 25. Lebensjahr vollendet hat, kann als Volksvertreter gewählt werden.” (Artikel 76/1)

Es ist eine verfassungsrechtliche Verpflichtung, Gesetze und andere Regelungen gemäß der oben aufgeführten Verfassungsbestimmungen zu erstellen und Kinder und Jugendliche entsprechend dieser Bestimmungen zu schützen.

Regelungen außerhalb des Grundgesetzes:

  • Das im Jahr 2005 unter der Nummer 5395 verabschiedete Kinderschutzgesetz regelt Verfahren und Grundlagen zum Schutz von Schutzbedürftigen oder von Kindern, die drohen, in die Kriminalität abzugleiten sowie deren Rechte und Wohlergehen.
  • Das Gesetz Nummer 1117 zum Schutze Minderjähriger vor schädlichen Veröffentlichungen regelt Einschränkungen bezüglich von Periodika oder anderen nicht regelmäßig erscheinenden Druckerzeugnissen, die dazu in der Lage sind, schädlichen Einfluss auf die seelische Entwicklunge von Minderjährigen zu haben.
  • Artikel 3 des Vereinsgesetzes Nummer 5253 sieht vor, dass Kinder, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, Kindervereine gründen und in diesen Vereinen Mitglied sein dürfen. Kinder, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, dürfen mit Erlaubnis eines gesetzlichen Vertreters in Kindervereinen Mitglied sein, solange sie dort keine leitenden oder verwalterischen Aufgaben übernehmen. Es ist verboten, dass Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, Mitglied in Kindervereinen sind.
  • Artikel 18 des Gesetzes Nummer 3308 zur beruflichen Bildung regelt die Verpflichtung, dass in Betrieben mit einer bestimmten Mitarbeiterzahl, nicht weniger als fünf Prozent des Personals Schüler/-innen von berufsbildenden und technischen Schulen und Einrichtungen sein müssen, die im Betrieb praktische Fertigkeiten erwerben sollen. Dieser Artikel sah zuvor eine Mitarbeiterzahl von 20 vor, die dann im Rahmen des Gesetzes 6111 auf zehn herabgesetzt wurde. Der Ministerrat genehmigte nun durch einen zu Artikel 18 hinzugefügten Absatz, diese Zahl auf fünf zu reduzieren. Außerdem wurde im Rahmen einer Änderung des Artikels in Gesetz Nummer 6287 die festgelegte Obergrenze von zehn Prozent der Mitarbeiter, die berufspraktische Fertigkeiten erwerben müssen, aufgehoben.

(Quellen und weitere Informationen: UNICEF Türkiye Milli Komitesi: www.unicefturk.org; Interview mit Göktan Koçyildirim, Justice for Children and Child Rights Monitoring Specialist (UNICEF Turkey) zum bestehenden Kinderschutzsystem in der Türkei (2014): http://www.oijj.org/en/interviews/goktan-kocyildirim-justice-for-children-and-child-rights-monitoring-specialist-for-unicef)

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Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

  • Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gelten laut Gesetz 5237, Artikel 6 des türkischen Strafgesetzbuches als Kinder. Gemäß Artikel 31 sind Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht strafmündig. Eine verminderte Strafmündigkeit gilt für die Altersgruppe der 12- bis 14 und 15- bis 17-jährigen. Die volle Strafmündigkeit ist mit dem vollendeten 18. Labensjahr erreicht.
  • In Artikel 22 des Gesetzes Nummer 1739 des Bildungsministeriums (Schulgesetz) ist die verpflichtende Grundschulausbildung auf den Altersabschnitt von 6-13 Jahren festgelegt.
  • Der Militärdienst ist für Männer verpflichtend und wird vom Gesetz zum Militärdienst Nr. 1111, Absatz 2, auf das Alter von 20-40 Jahren festgelegt.
  • Nummer 4721 Artikel 124 des türkischen Zivilgesetzbuches legt das Alter zur Eheschließung auf das vollendete 17. Lebensjahr fest.
  • Zum erwerbsfähigen Alter gibt es in Nummer 4857 des Arbeitsgesetzes unterschiedliche Bestimmungen. Laut Artikel 71 ist die allgemeine Altersgrenze zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit 15 Jahre. Jedoch dürfen Kinder, die das 14. Lebensjahr vollendet und ihre Schulpflicht erfüllt haben, zu leichten Tätigkeiten herangezogen werden, sofern diese Tätigkeiten ihre körperliche, geistige, soziale und seelische Entwicklung sowie die Fortführung einer weiterführenden Schule nicht behindern. Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen unter der Bedingung, dass dadurch ihre körperliche, geistige, soziale und seelische Entwicklung und ihre Schulausbildung nicht behindert werden, in den Bereichen Kunst, Kultur und Werbung tätig sein, sofern dafür ein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen und für jede einzelne Aktivität eine Genehmigung erteilt wird. Darüber hinaus müssen bei der Einstellung und Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen deren Sicherheit, Gesundheit, körperliche, geistige und psychologische Entwicklung sowie persönliche Veranlagung und Talent beachtet werden. Die ausgeübte Arbeit darf dem Schulbesuch, der schulischen Berufsausbildung und der regelmäßigen Teilnahme am Unterricht nicht schaden. Diese Bestimmungen werden alle von Artikel 71 geregelt. Artikel 73 sieht vor, dass Kinder und Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in Industriebetrieben keine Nachtarbeit ausüben dürfen.
  • Laut Artikel 17 im Gesetz Nummer 4857 des Gewerkschafts- und Tarifvertragsgesetz ist das Mindestalter für die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft 15 Jahre.
  • Artikel 6 im Gesetz Nummer 4250 zur Beschränkung von Alkohol und Spirituosen verbietet, Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, alkoholische Getränke mit dem Ziel, diese zu konsumieren oder bei sich zu führen, anzubieten oder zu verkaufen.
  • Artikel 3 im Gesetz Nummer 4207 zur Vorbeugung und zur Kontrolle von Schäden durch den Konsum von Tabakwaren regelt, dass Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, keine Tabakwaren, Wasserpfeifen oder Vergleichbares verkauft oder zum Konsum angeboten werden dürfen.
  • Gemäß der Straßenverkehrsordnung müssen Anwärter/-innen für das Erlangen der Fahrerlaubnis
    - der Klassen M, A1 und B1 das 16. Lebensjahr,
    - der Klassen A2, B, BE, C1, C1E, F und G das 18. Lebensjahr,
    - der Klasse A das 20. Lebensjahr und
    - der Klassen D und DE das 24. Lebensjahr vollendet haben.

(Quelle und weitere Informationen: Europäischer Jugendschutzatlas Türkei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz: www.bag-jugendschutz.de/PDF/MDA12-Laender_einzeln/Jugendschutzbestimmungen_Tuerkei.pdf, PDF  68,9 KB)

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Finanzierung

Staatliche nationale Förderung

Türkische Lira.
Türkische Lira.Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

Außer den staatlichen Angeboten für Jugendliche gibt es in der Türkei keine regelmäßigen und konsequenten öffentlichen Finanzierungsmechanismen auf nationaler Ebene, die die institutionelle Infrastruktur und die Aktivitäten der Nichtregierungsorganisationen unterstützen. Insbesondere das Ministerium für Jugend und Sport, aber auch andere Einrichtungen und Organisationen, leisten von ihrem Jahresbudget Mittelzuweisungen, mit denen sie die Jugendarbeit unterstützen. Bereiche und Projekte, die das Ministerium fördert:

  • Jugendprojekte

Gefördert werden Jugendprojekte, die der persönlichen und sozialen Entwicklung dienen, die Jugendliche bei Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen unterstützen sowie ihre Teilnahme in Bereichen ihres sozialen Lebens steigern. Laut der Satzung für Projektförderprogramme des Ministeriums für Jugend und Sport können diese Förderprojekte in den Bereichen Bildung, Kultur, Forschung, Kunst, Wissenschaft, Unternehmertum, Sport, Ehrenamt, Mobilität, Partizipation, soziale Anpassung sowie aus anderen Bereichen, die zu den Aufgaben und Zuständigkeiten des Ministeriums gehören, angesiedelt sein und dürfen regionalen, nationalen oder internationalen Umfang haben. Das zur Verfügung gestellte jährliche Budget für jedes einzelne Projektförderprogramm wird mit Zustimmung des Ministers festgesetzt. Mittel aus anderen nationalen oder internationalen Ressourcen können für die Projektförderprogramme genutzt werden. Mit der Durchführung aller mit den Projektförderprogrammen in Verbindung stehenden Vorgängen ist die Generaldirektion der Projektkoordination betraut.

  • Bibliotheken und Sportvereine

Im Amtsblatt vom 8. Juli 2005, Ausgabe Nummer 25869, steht, dass gemäß den “Statuten für Jugend- und Sportvereine bzw. Clubs” die Vereine und Clubs zur besseren Durchführung ihrer Aktivitäten von der Generaldirektion für Sport in Form von Sach- oder Geldleistungen unterstützt werden können.

  • Auszeichnungen für überragende Leistungen im Bereich Sportamt und sportliche Aktivität

Im Rahmen der “Verordnung für die Auszeichnung von Personen, die im Bereich Sportamt und sportliche Aktivität überragende Leistungen gezeigt haben” vom 3.11.2010, Nummer 27748, werden Sportler/-innen, Sportvereine und Clubs sowie Übungsleiter/-innen und Trainer/-innen, die auf nationaler und internationaler Ebene im Bereich Sportamt und sportliche Aktivität Überragendes geleistet haben, ausgezeichnet und in Form von Geldleistungen unterstützt.

Andere Ministerien und ihre Förderprogramme/-bereiche

Innenministerium (İçişleri Bakanlığı), Präsident des Amtes für Vereinsangelegenheiten: Projektassistenz-Programm für Nichtregierungsorganisationen  
Dieses im Jahr 2010 ins Leben gerufene Hilfsprogramm unterstützt Projekte mit dem Ziel, für eine aktive Beteiligung an Entscheidungsprozessen zu sorgen, Kapazitäten der Zivilgesellschaft zu entwickeln und ihre Beziehungen zum Gemeinwesen zu verbessern. Die für das Jahr 2015 vorgesehene Ressourcenmenge beträgt 21.200.000 Türkische Lira (TL). Die Mindestfördersumme wurde auf 5000 TL, die Höchstfördersumme auf 150.000 TL festgesetzt.

Bereiche, die 2015 im Rahmen von Projektförderung unterstützt wurden:

  • Projekte zum Schutz und zur Entwicklung von familiären und gesellschaftlichen Werten.  
  • Projekte zur Förderung des Bewusstseins für Menschenrechte und Demokratie.
  • Projekte zur Teilnahme an Entscheidungsprozessen, Förderung des öffentlich-zivilgesellschaftlichen Dialogs und zur aktiven Bürgerschaft.
  • Projekte, die darauf ausgerichtet sind, Konsens unter den verschiedenen Teilen der Gesellschaft im Hinblick auf Frieden und Sicherheit in der Gemeinschaft zu fördern und deren Zusammenarbeit zu verbessern.
  • Projekte, die das Ziel haben, die Beteiligung von Jugendlichen, Frauen und Menschen mit Behinderungen im Unternehmertum zu erhöhen, deren Führungseigenschaften zu verbessern sowie ihren Anteil am Arbeitsmarkt zu erhöhen.  
  • Projekte für Kinder, Jugendliche, Frauen, Menschen mit Behinderung sowie Menschen in schwierigen finanziellen und sozialen Verhältnissen.
  • Projekte zum Schutz und zur Weiterentwicklung geschichtlicher und kultureller Werte.
  • Projekte für Angehörige von Kriegsversehrten und Gefallenen.
  • Projekte in den Themenbereichen Bildung, Kultur, Gesundheit, Sport und Bekämpfung der  Drogenabhängigkeit

(Quelle: http://www.dernekler.gov.tr/prodes.aspx)

Ministerium für Kultur und Tourismus (Kültür ve Turizm Bakanliği): Förderung von kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen
Dieses Programm unterstützt Projekte, die Werte und Vielfalt von Kultur, Kunst und Tourismus fördern und die in Form von nationalen und internationalen Veranstaltungen durchgeführt werden. Vorrangig gefördert werden Projekte, aus sozioökonomisch weniger entwickelten Regionen.
(Quelle: http://aregem.kulturturizm.gov.tr/TR,45980/kulturel-ve-sanatsal-etkinliklere-verilen-destekler.html)

Ministerium für Entwicklung (Kalkınma Bakanlığı): Förderprogramme für Entwicklungsagenturen
Entwicklungsagenturen vergeben finanzielle und technische Unterstützung mit der Absicht, die regionale Entwicklung zu beschleunigen, Nachhaltigkeit zu gewährleisten sowie interregionale und intraregionale Unterschiede zu verringern. Für jugendbezogene Themen vergeben die Agenturen finanzielle Förderung entsprechend der regionalen Entwicklungspläne. 
(Quelle: http://www.kalkinma.gov.tr/Pages/Tum-Kalkinma-Ajansi-Duyurulari.aspx)

Sozialförderprogramm des Ministeriums für Entwicklung, SODES ( Kalkınma Bakanlığı)
Das SODES-Programm besteht aus den drei Komponenten "Beschäftigung", "Soziale Integration" und "Kultur, Kunst und Sport". Zur primären Zielgruppe von SODES gehören alle Einzelpersonen und Gruppen, die in Armut leben und deren Zugang zu sozialen Chancen mit Schwierigkeiten verbunden ist: Kinder, Jugendliche, Frauen, Arbeitslose, Einwanderer/-innen und Bewohner/-innen der städtischen Armenviertel.
(Quelle: http://www.sodes.gov.tr/Sodes.portal)

Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie (Bilim, Sanayi ve Teknoloji Bakanlığı): Kapitalförderprogramm für technologische Initiativen
Das Kapitalförderprogramm für technologische Initiativen wird im Rahmen von Gesetz Nummer 5746 für unterstützende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchgeführt. Zweck des Programms ist es, gut ausgebildete und qualifizierte junge Menschen mit technologieorientierten, innovativen Gründungsideen für das Geschäftsleben zu gewinnen. Gründer/-innen, deren Geschäftsidee von der Evaluierungskommission für förderungswürdig erachtet wird, können eine einmalige Förderung für den Zeitraum von 12 Monaten erhalten, deren Fördersumme maximal 100.000 TL beträgt.
(Quelle: https://biltek.sanayi.gov.tr/Sayfalar/tgsdDetay.aspx)

Präsidium für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften des Ministerpräsidentenamtes der Republik Türkei (Yurtdışı Türkler ve Akraba Topluluklar Başkanlığı)
Seit 2011 bietet das Ministerpräsidentenamt juristischen Personen, Nichtregierungsorganisationen, internationalen Organisationen, die im In- oder Ausland gegründet wurden, projektbasierte finanzielle Unterstützung.

Private und sonstige Finanzierungsquellen

In der Türkei bieten auch diverse nichtstaatliche Organisationen Finanzierungsmöglichkeiten an.

Deutsch-Türkische Jugendbrücke (Gençlik Köprüsü Türkiye-Almanya)

Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke hat sowohl in der Türkei als auch in Deutschland Projektbüros. Sie versteht sich als Ansprechpartner für alle Akteure, die im Bereich des deutsch-türkischen Jugendaustausch aktiv sind. Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke möchte den Schüler- und Jugendaustausch zwischen Deutschland und der Türkei intensivieren und über den Weg der gegenseitigen Annäherung noch engere Beziehungen zwischen den beiden Ländern knüpfen. Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke will dazu beitragen, zwischen den Beteiligten ein Netz aufzubauen und ihre Aktivitäten im Bereich Jugendaustausch voranzubringen.

Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke vergibt finanzielle Förderung für Programme, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12-30 Jahren richten. Für außerschulische Jugendbegegnungen, Austauschprogramme von Fachkräften, Schulpartnerschaftsprogramme, Workcamps und Freiwilligendienstprojekte können Fördersummen von bis zu 5000 € gezahlt werden. Darüber hinaus bietet ein Programm namens “4x1 ist einfacher” (“4x1 daha kolay”) Unterstützung in Höhe von bis zu 1000 € für Mikro-Projekte (Konzerte, Ausstellungen, Jugendpublikationen). Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke berät zu weiteren Fördermöglichkeiten und vermittelt entsprechende Kontakte.

Jugendforschungsfond (Gençlik Araştırmaları Fonu)

Der Jugendforschungsfond wurde im August 2015 von der Abteilung für Jugendarbeit an der Bilgi Universität Istanbul und der Freiwilligenstiftung für gesellschaftliche Aufgaben (Toplum Gönüllüleri) gegründet. Ziele des Forschungsfonds sind, die Jugend in der Türkei zu akademischem Wissen zu motivieren und durch die Unterstützung der Forschung von jungen Menschen zu demokratischer und rechtsbasierter Jugendpolitik in der Türkei beizutragen. Vom Forschungsfond können akademische Mitarbeiter/-innen der Universitäten sowie Forscher/-innen profitieren. Für 2015-2016 wurden die Themen Jugendsozialrechte in der Türkei, freie Meinungsäußerung und Vereinigungsfreiheit sowie junge Menschen betreffende Genderfragen als vorrangige Bereiche festgelegt.

Stiftung Dritter Sektor der Türkei (Türkiye Üçüncü Sektör Vakfi, TÜSEV)

23 Organisationen der Zivilgesellschaft, die in der Türkei zu den führenden Stiftungen und Vereinigungen des Dritten Sektors zählen, haben die Stiftung TÜSEV gegründet. Mit dem Ziel, die rechtliche, finanzielle und operative Infrastruktur zu verbessern, konzentriert sich die Stiftung unter anderem auf folgende Arbeitsbereiche: Schaffung von Rahmenbedingungen zur Unterstützung von rechtlichen und steuerlichen Belange der Nichtregierungsorganisationen; Übertragung von Mitteln für Nichtregierungsorganisationen; Förderung der Zusammenarbeit zwischen Öffentlichkeit, Privatsektor und Zivilgesellschaft und Zusammenarbeit mit der türkische Zivilgesellschaft auf internationaler Ebene.

Sabanci Stiftung (Sabanci Vakfi): Förderprogramm für Gesellschaftliche Entwicklung, TGHP

Die Stiftung fördert Projekte, die die Gleichberechtigung und aktive gesellschaftliche Teilhabe von Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung zum Ziel haben.

Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (Sivil Toplum Geliştirme Merkezi, STGM)

Zu den Zielen des STGM gehört der Aufbau einer nachhaltigen Struktur für NGOs in der Türkei. Auf der Webseite des STGM gibt es zum Thema “Verbesserung von Finanzierungsmöglichkeiten” Informationen zu Institutionen, die Geldmittel zur Verfügung stellen und Informationen darüber, zu welchen Themen und nach welchen Kriterien Finanzierungen vergeben werden.

Link
AB-iLAN - Portal mit aktuellen Informationen über EU-Zuschüsse, Finanzierungen und Projektmöglichkeiten, die Arbeit von NGOs, Angebote zur Zusammenarbeit, Veranstaltungsankündigungen, Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene, Stipendien, Jugendprogrammen u.v.m.

Sponsoring

Artikel 30 der am 8. Juni 2011 im Handelsblatt mit der laufenden Nummer 27958 veröffentlichten Bestimmung Nummer 638 über die Organisation und Aufgaben des Jugend- und Sportministeriums besagt:

 

  1. Natürliche und juristische Personen können zur Unterstützung von nationaler oder internationaler Jugendhilfe und damit verbundenen Veranstaltungen als Sponsor der folgenden Einrichtungen und Aktivitäten auftreten:

    • nationale und internationale Jugendorganisationen im Jahresprogramm des Ministeriums,
    • Bau, Wartung und Reparatur öffentlicher Institutionen, lokaler Behörden und Jugendverbände sowie Jugendzentren und anderer Einrichtungen, die zu den übergeordneten Organisationen gehören, werden nach positiver Bewertung durch das Ministerium für Bau, Wartung und Reparatur genehmigt,
    • Fahrzeuge, Geräte und Materialien, die für die Durchführung von Aktivitäten der Jugendarbeit öffentlicher Institutionen, lokaler Behörden und Nichtregierungsorganisationen erforderlich sind, werden zur Verfügung gestellt.

  2. Aufwendungen für Jugendarbeit, Jugendclubs oder anderer für die Jugendarbeit bestimmte Einrichtungen können direkt vom Sponsor selbst gezahlt oder aber auf das Bankkonto des Empfängers überwiesen werden. Den Sponsoren kann das Recht am Namen der Veranstaltung oder der Einrichtung sowie an Werbung, Promotion und Veröffentlichung gegeben werden,  sofern dieses nicht im Widerspruch zu den Grundsätzen des Ministeriums steht.

(Quelle: http://sponsorluk.gov.tr/)

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Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Die wichtigste öffentliche Institution der Türkei für Jugend ist das Ministerium für Jugend- und Sport, dessen Aufgaben sind:

  • Einführung von Maßnahmen zur persönlichen und sozialen Entwicklung von Jugendlichen, Schaffung von Möglichkeiten zur Entwicklung des eigenen Potentials von Jugendlichen, Entwicklung von Angeboten zur aktiven Beteiligung an allen Bereichen des Lebens und die Durchführung von dementsprechenden Veranstaltungen sowie die Koordination und Kooperation mit den zuständigen Stellen der Jugendhilfe.
  • Nachforschungen im Bereich der Bedürfnisse von Jugendlichen und den bestehenden Hilfen und Angeboten und diesbezügliche Empfehlungen unterbreiten, Anbieten von Informationen und Beratung.
  • Festlegen von Methoden und Grundsätzen für Jugendarbeit.
  • Durchführung von Jugendprojekten und deren Unterstützung sowie die Kontrolle von Umsetzung und Ergebnissen.
  • Festlegung von Aufgaben im Sportbereich und dafür sorgen, dass die internationalen Regeln und Vorschriften umgesetzt werden.

Zum Ministerium gehören drei Abteilungen, die mit Jugendarbeit befasst sind. Diese sind die Generaldirektion für Jugendarbeit, die Generaldirektion für Projekte und Koordination und die Generaldirektion Bildung, Kultur und Forschung.

Aufgaben der Generaldirektion für Jugendarbeit:

  • Ergreifen von Maßnahmen, um Missbrauch von Jugendlichen und Gewaltanwendung gegenüber Jugendlichen zu verhindern und um alle Formen der Diskriminierung Jugendlicher zu beseitigen sowie die Entwicklung von diesbezüglichen Vorschlägen. 
  • Organisation und Unterstützung von jugendbezogenen Aktivitäten.
  • Gründung von Jugendzentren und vergleichbaren Einrichtungen sowie deren Weiterentwicklung und Bekanntmachung.
  • Entwicklung von wirksamen Vorschlägen zur Beteiligung von Jugendlichen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
  • Registrierung von Jugendvereinen und -verbänden, Erledigung von Visa- und Transferarbeiten.
  • Jugendliche vor schlechten Angewohnheiten schützen und Veranstaltungen dazu anbieten.
  • Durchführung von Jugendveranstaltungen auf nationaler und lokaler Ebene.
  • Förderung der Kontaktpflege zwischen den zuständigen öffentlichen Einrichtungen, NGO´s, Kommunalverwaltungen und Universitäten, die in der Jugendarbeit aktiv sind.

Aufgaben der Generaldirektion für Projekte und Koordination:

  • Durchführung von Projekten im Bereich Jugend und/oder Sport sowie die Ergebnisüberprüfung dieser Aktivitäten.
  • Bevorzugte Unterstützung benachteiligter Jugendlicher und von Mobilitätsprogrammen, die auf benachteiligte Jugendliche ausgerichtet sind.
  • Aufbau von Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und Organisationen.
  • Vorbereitende Arbeiten zur Erstellung eines Strategiepapiers für die Bereiche Jugend und Sport und das Verfolgen von dessen Umsetzung. 

Aufgaben der Generaldirektion für Bildung, Kultur und Forschung:

  • Jugendlichen Beratungsdienste anbieten sowie Bildungsangeboten erarbeiten.
  • Planung von Aktivitäten im Bereich Bildung und Kultur.
  • Publikationen verfassen und veröffentlichen.
  • Forschungen zum Thema Jugend im In- und Ausland und Bereitstellung der Ergebnisse an die entsprechenden Institutionen.
  • Unterstützung und Durchführung von Aktivitäten im Bereich Wissenschaft, Kunst und Kultur und das Interesse junger Menschen daran fördern.

Weitere Ministerien mit Relevanz für Jugend:

Ministerium für Entwicklung (Kalkınma Bakanlığı): Erstellung von Entwicklungsplänen.

Ministerium für Familie und Sozialpolitik (Aile ve Sosyal Politikalar Bakanlığı): Entwicklung von Strategien zur Prävention sozialer Risiken, Kinderbetreuung und Kinderschutz, soziale Inklusion, Zentren für Menschen mit Behinderung, Sozialdienstzentren, Gewaltprävention, soziale Hilfen, Forschung zu Familie, Kindern und Jugendlichen.

Bildungsministerium (Millî Eğitim Bakanlığı): Allgemeinbildung, Unterrichtswesen, Berufsbildung, Sportunterricht in Schulen, Sport- und Pfadfinderausbildung, Programme für lebenslanges Lernen, nichtformelles Lernen, Volksbildungszentren.

Innenministerium (İçişleri Bakanlığı): Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Kriminalität und Gewalt, Vereine und Verbände, Kinder- und Jugendorganisationen, Entwicklung der Migrationspolitik.

Gesundheitsministerium (Sağlık Bakanlığı): Präventive und kurative Medizin und Rehabilitationsdienste für Jugendliche und Kinder, Behandlung von Drogenabhängigkeit, Verringerung der Kindersterblichkeit.

Justizministerium (Adalet Bakanlığı): Kinderschutz und Verbesserung des Justizsystems.

Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit (Çalışma ve Sosyal Güvenlik Bakanlığı): Gesundheit und Sicherheit von arbeitenden Kindern und Jugendlichen, Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen, ohne deren körperliche, geistige und soziale Entwicklungen oder Lernprozesse zu gefährden, Unterstützung in Form von Stipendien und Krediten für Jungunternehmer/-innen.

Ministerium für Kultur und Tourismus (Kültür ve Turizm Bakanlığı): Kultur- und Kunstangebote, unterstützende Aktivitäten für Kinder und junge Künstler/-innen, Jugendtourismus.

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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Es ist die Aufgabe des Ministeriums für Jugend- und Sport, Maßnahmen zur persönlichen und sozialen Entwicklung Jugendlicher zu definieren.

Das mit dieser Zielsetzung erstellte Nationale Strategiepapier für die Bereiche Jugend und Sport wurde vom Ministerrat genehmigt und im Amtsblatt Nr. 28541 vom 27. Oktober 2013 veröffentlicht. Laut Bestimmungen des Artikel 18 des Dekrets Nr. 638 des Ministeriums für Jugend und Sport muss “das Nationale Strategiepapier für die Bereiche Jugend und Sport im Abstand von mindestens vier Jahren überarbeitet und aktualisiert werden. Zur Aktualisierung des Strategiepapiers für die Bereiche Jugend und Sport müssen die Vorschläge der betreffenden öffentlichen Institutionen und Organisationen, der Sportföderationen und Nichtregierungsorganisationen berücksichtigt werden.”

Der Begriff “Jugend” wird im Strategiepapier für die Bereiche Jugend und Sport wie folgt definiert:
“Jugend ist ein Konzept, das nicht aus der biologischen, sondern viel mehr aus der soziologischen Perspektive betrachtet werden sollte. Jugend sollte entsprechend der jeweiligen Zeit, der sozio-ökonomischen Entwicklungen der Gesellschaften sowie von Kultur und Traditionen definiert werden. Für eine subjektive Definition von Jugend kann also nicht von einer allgemein akzeptierten, einzigen Altersspanne die Rede sein. Unter Berücksichtigung der Bedingungen in unserem Land werden als Zielgruppe der Jugendpolitik Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren akzeptiert.”

Im Nationalen Strategiepapier für die Bereiche Jugend und Sport werden folgende Aufgabenbereiche der Jugendpolitik genannt:

Bildung und lebenslanges Lernen

  • Gewährleisten von verstärktem Zugang zu Bildung und von Chancengleichheit in der Bildung.
  • Stärkung der Sach- und Humaninfrastruktur in Schulen und Universitäten.
  • Entwicklung von breiten Bildungsangeboten und Verstärkung des Verständnises für lebenslanges Lernen.
  • Verbesserung des Niveaus von Ausbildung, Kultur und Wissen Jugendlicher durch Bildungsmöglichkeiten im Ausland und Sicherstellung, dass die im Ausland erlangten Kenntnisse in die Gesellschaft zurückgeführt werden.

Familie

  • Maßnahmen zur Erhöhung der Emphatie von Familien gegenüber Jugendlichen und von Jugendlichen gegenüber ihren Familien.
  • Eintreten der Jugendlichen für familiäre Werte sowie Schutz und Weiterentwicklung dieser Werte.

Ethik und menschliche Werte

  • Bei Jugendlichen Bewusstsein für ethische Grundsätze und moralische Werte wecken.
  • Jugendlichen Bewusstsein für Menschenrechte und ihre eigene Kultur vermitteln.
  • Maßnahmen zur Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter ergreifen.

Beschäftigung, Unternehmertum und Berufsausbildung

  • Entwicklung wirksamer Methoden, um die Jugendarbeitslosigkeit auf ein Minimum zu senken.
  • Vergrößerung des Angebots an Praktika für junge Menschen und Anheben der Praktikumsqualität auf internationale Standards.
  • Aufbau effizienterer Angebote der Berufs- und Karriereberatung.
  • Entwicklung von sozialen Projekten zur Integration arbeitsloser Jugendlicher in das Arbeitsleben.
  • Schaffung von Anreizen für junge Unternehmer/-innen.

Benachteiligte Jugendliche und soziale Eingliederung

  • Vorbeugung sozialer Ausgrenzung von Jugendlichen mit Behinderung.
  • Initiierung von Maßnahmen zur Reintegration straffällig gewordener Jugendlicher in die Gesellschaft und Vorbeugung des Abgleitens in die Kriminalität.
  • Gewährleistung der Eingliederung von Jugendlichen ohne festen Wohnsitz in die Gesellschaft.
  • Schaffung präventativer Maßnahmen, um Jugendliche vor (Drogen-)Abhängigkeit zu schützen und Durchführung von Programmen zur Behandlung abhängiger Jugendlicher.
  • Förderung benachteiligter Jugendlicher und deren aktive Teilnahme an sozialen Integrationsprozessen.
  • Ergreifen integrativer Maßnahmen für Jugendliche, die in die Großstädte eingewandert sind und dort Anpassungsschwierigkeiten erleben.
  • Missbrauch von Jugendlichen vorbeugen.
  • Unterstützung junger Frauen in allen Lebensbereichen.

Gesundheit und Umwelt

  • Verbreitung von vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor Drogen-, Nikotin- und Alkoholabhängigkeit.
  • Vermehrte Vorkehrungen zur Gesundheitsfürsorge Jugendlicher.
  • Vergrößerung des Umweltbewusstseins.
  • Angebote von Aktivitäten in der Natur, die Jugendlichen die Natur näherbringen.

Demokratische Teilhabe und Bürgerbewusstsein

  • Festlegung von Strategien in der Bildungspolitik, die zur Verbreitung demokratischen Bewusstseins unter Jugendlichen beitragen.
  • Gewährleisten, dass mehr jugendliche Vertreter/-innen in nationalen Parlamenten und lokalen Räten präsent sind sowie Beseitigung von Kommunikationsproblemen zwischen der lokalen Verwaltung und Jugendlichen. 
  • Förderung der Teilhabe Jugendlicher als Gründer/-innen und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen. 

Kunst und Kultur

  • Einführung Jugendlicher in das geschichtliche und kulturelle Erbe ihres Landes.
  • Steigerung der Teilnahme Jugendlicher an künstlerischen Aktivitäten.
  • Steigerung von Anzahl und Art kultureller und künstlerischer Aktivitäten für Jugendliche.
  • Aufbau von Jugendfernsehsendern mit nationaler und regionaler Reichweite.

Wissenschaft und Technologie

  • Gewährleisten, dass Jugendliche Informationstechnologie auf sinnvolle Weise nutzen können.
  • Das Interesse Jugendlicher an Wissenschaft und Technologie steigern und für vermehrten Zugang zur Technologie sorgen. 
  • Wissenschaftliche Arbeiten Jugendlicher fördern. 
  • Möglichkeiten des Internetzugangs zu den von Jugendlichen häufig genutzten sozialen Bereichen erhöhen.

Jugend und interkultureller Dialog auf internationaler Ebene

  • Erhöhung aktiver Beiträge von Jugendlichen für die internationale Gemeinschaft in einer globalisierten Welt.
  • Erhöhung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Jugendlicher.
  • Vorkehrungen zur Abwanderung von Fachkräften treffen und dafür sorgen, dass stattdessen Fachkräfte einwandern.
  • Aufbau enger Beziehungen zu im Ausland lebenden Jugendlichen.
  • Vermittlung von menschlichen Werten wie Toleranz und Dialogfähigkeit.
  • Zusammenbringen einheimischer Jugendlichen mit in der Türkei lebenden, ausländischen Jugendlichen und dafür sorgen, dass diese die türkische Kultur kennenlernen.

Freizeitgestaltung

  • Aufbau von Jugendeinrichtungen zur Freizeitgestaltung und gewährleisten, dass diese besser für Jugendliche erreichbar sind.
  • Beseitigung der vielfältigen Hindernisse, die dazu führen, dass Jugendliche die Angebote der Jugendzentren nicht nutzen können.
  • Vergrößerung der Anzahl und Aufnahmekapazität von Jugend- und Pfadfindercamps. 
  • Unterstützung bei Aufbau und Strukturierung zivilgesellschaftlicher Institutionen für Jugendliche.

Information von Jugendlichen

  • Effektive und ausreichende Information Jugendlicher über Aktivitäten in den sie betreffenden Bereichen.
  • Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen von Institutionen und Organisationen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

Freiwilligendienst und Mobilität

  • Erhöhung der Teilnehmerzahlen an Jugendfreiwilligendiensten und Beseitigung von Hindernissen für die Teilnahme.
  • Schaffung eines Bewusstseins für die Teilnahme an freiwilligen Aktivitäten für benachteiligte Menschen. 
  • Unterstützung des Freiwilligendienstes Jugendlicher in zivilgesellschaftlichen Organisationen und dazu beitragen, dass Jugendliche über zivilgesellschaftliche Organisationen und Freiwilligendienst informiert werden.
  • Verbreitung von Bildungsprogrammen, interkulturellem Austausch und Freiwilligenprojekten mit dem Ziel, dass sich Jugendliche auf der nationalen und internationalen Plattform als aktivere Individuen positionieren können.
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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Es gibt in der Türkei vom Staat einberufene Räte, die zu jugendrelevanten Themen tätig werden:

  • Wissenschaftlicher Forschungsrat der Türkei (Türkiye Bilimsel Araştırma Kurumu,TÜBITAK): Bildungs- und Forschungsstipendien für Vorhaben im In- und Ausland, Veröffentlichungen für Kinder und Jugendliche, Unterstützung für junge Wissenschaftler/-innen, Projektförderung.
  • Kommission für Bildung, Kultur, Jugend und Sport (Millî Eğitim, Kültür, Gençlik ve Spor Komisyonu): Die Kommission für Jugend und Sport ist ein Fachausschuss, der in Übereinstimmung mit der Geschäftsordnung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) wirkt. Sie berät über Gesetzesentwürfe und -vorschläge zu Bildung, Geschichte, Kultur, Kunst, Jugend, Sport, Religionsangelegenheiten und ähnlichen Themen.

Seit 2013 gibt es in der Türkei einen Ombudsman für Kinder- und Frauenrechte.

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Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Vereine, Stiftungen, Jugendclubs und vergleichbare Organisationen, die von Jugendlichen aufgebaut werden oder in denen Jugendliche aktiv sind, bilden den Nationalen Jugendrat der Türkei. Für die Realisierung von Aktivitäten des Rates stellt das Jugendministerium Haushaltsmittel bereit.

In Zustatzartikel 1 des Beschlusses mit Gesetzeskraft über Organisationen und Aufgaben des Ministeriums für Jugend und Sport steht: “Die Gründung des Rates, Bestimmungen, die dessen Betrieb, Verwaltung und Kontrolle betreffen, sowie seine Arbeitsprinzipien und Verfahren und sonstige Belange werden vom Ministerrat durchgeführt.” Jedoch wurden vom Jugendministerium zu diesem Thema bis jetzt noch keine konkreten Arbeiten durchgeführt.

Zur Einrichtung des Nationalen Jugendrates der Türkei gab es in diversen Bereichen Initiativen verschiedener Nichtregierungorganisationen. Auch wenn manche Initiativen in der Vergangenheit ergebnislos waren, gibt es dennoch aktuell umfangreiche Anstrengungen.

Nationales Jugendparlament

Das Nationale Jugendparlament (Ulusal Gençlik Parlamentosu, UGP), dessen Sekretariat vom Verband für Habitat-Entwicklung und Steuerung geführt wird, wurde am 19. Mai 2004 gegründet. Das UGP fungiert als Gremium, in dem sich die Jugendräte des gesamten Landes versammeln. Die Bedingungen für eine Mitgliedschaft wurden 2011 basierend auf einer Entscheidung der Generalversammlung geändert. Nicht nur Jugendräte, auch andere zivillgesellschaftliche Jugendorganisationen, Studierendenclubs, Jugendkulturhäuser, Jugendplattformen und Jugendzentren können seitdem Mitglied sein. Das UGP ist ein aus Vertreter(inne)n verschiedener Institutionen und Organisationen bestehendes Kommunikationsnetz, in dem 58 Jugendräte aus 65 Provinzen, 34 zivilgesellschaftliche Jugendorganisationen sowie 20 Studierendenclubs Mitglied sind. (Stand 2015)

Forum der Jugendorganisationen

Das Forum der Jugendorganisationen (Gençlik Örgütleri Forumu) versteht sich als eine gemeinsame Plattform, von der aus die Jugendorganisationen agieren und dadurch einen wirksamen Beitrag zu den Aufbauprozessen der Jugendpolitik leisten. Das Forum vertritt die Auffassung, dass die Jugendpolitik nach internationalen Standards und in Koordination von Gemeinwesen und Zivilgesellschaft unter gesetzlichen Schutz gestellt werden muss.

Es ist außerdem der Auffassung, dass der Nationale Jugendrat in der Türkei nicht vom Ministerium für Jugend und Sport, sondern von den Jugendorganisationen konstituiert werden und eine zivile Struktur haben sollte.

Im Forum der Jugendorganisationen sind 55 Nichtregierungsorganisationen Mitglied. Die wichtigste Aufgabe des Forums ist, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Infrastruktur für den Aufbau einer Jugendpolitik auf internationalem Standard etabliert wird. Darüber hinaus setzt sich das Forum für die Rechte Jugendlicher ein. Es arbeitet daran, die Kapazitäten der Jugendorganisationen zu verbessern, ungeachtet dessen, ob diese Mitglied im Forum sind oder nicht.

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Jugendinformation

Strukturen der Jugendinformation

Informations- und Beratungsdienste für Kinder und Jugendliche werden von verschiedenen Einrichtungen entsprechend ihres jeweiligen Arbeitsfeldes durchgeführt.

Neben den Verbänden für Jugendberatung und -dienste an den Universitäten führt auch das Gesundheitsministerium (Sağlik Bakanliği) über seine Jugendberatungsstellen und Gesundheitszentren in den einzelnen Regierungsbezirken Aufklärungsmaßnahmen für Jugendliche zum Thema Gesundheit und Sexualität durch. Weiterhin können auch die Stadtverwaltungen Schulungs- und Beratungszentren für Jugendliche einrichten.

Internationale Kooperationen

Das europäische Jugendinformationsnetzwerk Eurodesk Türkei (Eurodesk Türkiye) informiert Jugendliche über Wege und Möglichkeiten in den Bereichen Bildung und Jugend an entsprechenden Programmen in Europa teilzunehmen. Die Türkische Nationalagentur ist seit 2008 auf diesem Gebiet tätig und informiert Jugendliche und Fachkräfte über Möglichkeiten und Förderprogramme in Europa.

Das Zentrum für Jugenddienste (Gençlik Servisleri Merkezi, GSM) ist eine Nichtregierungsorganisation, die einen Beitrag zur sozialen und kulturellen Entwicklung Jugendlicher leisten und sie bei der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben unterstützen will. Die Arbeitsgebiete umfassen internationale Workcamps, Ausbildungsprogramme für Jugendarbeit, Jugendaustauschprogramme, Ausbau einer eigenständigen Jugendpolitik uvm. Das Zentrum ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler Organisationen. Auf internationaler Ebene: ERYICA, ALLIANCE of European Voluntary Service Organizations, UNESCO-CCIVS.

Der Jugendreiseanbieter GENÇTUR möchte mit seinen Angeboten einen Beitrag für die soziale, kulturelle und berufliche Entwicklung von Jugendlichen in der Türkei leisten. Aufgrund der reichen Erfahrungen, die die Agentur bei der Durchführung von Freiwilligenprojekten und internationalen Workcamps hat, unterhält sie bei zahlreichen nationalen und internationalen Verbänden und bei vielen Jugendorganisationen Vertretungen und Mitgliedschaften.

Das Zentrum für Zivilgesellschaftliche Entwicklung (Sivil Toplum Geliştirme Merkezi) hat im Jahr 2007 einen „Leitfaden Soziale Netzwerke“ veröffentlicht, in dem Informationen zu Strukturen von Organisationen, die im Rahmen gemeinsamer Ziele zusammengefunden haben, enthalten sind.

Bildung und Beschäftigung

Bildung 
Beschäftigung

Bildung

Gemäß Artikel 42 des Grundgesetzes ist Bildung in der Türkei kostenlos und laut Gesetz für Schul- und Ausbildung besteht für die Grundschule Schulpflicht.

Für Kinder im Alter zwischen 10 bis 14 Jahren, die nie oder nur selten zur Schule gegangen sind, wurde das „Programm für Unterricht in Förderklassen“ gestartet, das diesen Kindern ermöglichen soll, ihre Schulbildung mit Gleichaltrigen fortzusetzen.

Neben Fördermaßnahmen im Bildungsbereich leistet das Generaldirektorat für Soziale Dienste (SYGM Sosyal Yardimlar Genel Müdürlüğü) im Rahmen der „bedingten Bildungshilfe“ auch kostenlos Unterstützung für Kinder aus bedürftigen Familien, damit alle uneingeschränkten Zugang zu primären Bildungsmaßnahmen haben. In diesem Zusammenhang erhalten bedürftige Familien eine monatliche Bildungsbeihilfe unter der Bedingung, dass sie ihre Kinder regelmäßig zur Schule schicken. Um den Anteil von Mädchen bei der Einschulung und in weiterführenden Schulen zu erhöhen, wurde die Beihilfe höher angesetzt.

Weitere Informationen zum Bildungssystem in der Türkei unter www.bildung-weltweit.de und in der Europäischen Enzyklopädie zu nationalen Bildungssystemen EURYPEDIA.

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Beschäftigung

Die Türkei verfügt im Vergleich zu den europäischen Ländern über den höchsten Anteil von Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 18,7 % deutlich höher als die gesamtgesellschaftliche Arbeitslosenquote in der Türkei. 

Der größte Mangel im Erziehungssystem der Türkei liegt darin, nicht genügend Arbeitskräfte entsprechend den wirtschaftlichen Bedingungen ausbilden zu können. Vom Lehrkräftemangel bis zum Fehlen von Geräten und Ausrüstung ist das Bildungssystem mit vielen Problemen konfrontiert. In diesem Zusammenhang besteht ein wesentliches Manko darin, dass Praktika - die wichtigste Maßnahme, um junge Menschen mit der Arbeitswelt in Berührung zu bringen - nicht in effektiver Weise durchgeführt werden können. Ausbildungsprogramme für Fachkräfte sind häufig nicht an den Bedürfnissen der Arbeitswelt orientiert. Die Diplome und Dokumente, die den Absolvent(inn)en solcher Programme ausgehändigt werden, belegen deren Kenntnisse und Fähigkeiten nur ungenügend.

Das Institut für Professionelle Kompetenzen (Mesleki Yeterlilik Kurumu MYK) hat damit begonnen, ein nationales Qualifikationssystem (UYS) zu etablieren, das sicherstellen soll, dass zwischen Ausbildung und Beschäftigung eine direkte Verbindung geschaffen wird, dass die beruflichen und technischen Ausbildungsprogramme entsprechend dem Bedarf des Arbeitsmarkts strukturiert und dass das Wissen und die Fertigkeiten der Personen auf einem international zu vergleichenden Niveau anerkannt werden.

Um die Beschäftigungsquote von Frauen und Jugendlichen zu erhöhen, wurden seit 2008 eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen verabschiedet. Im Rahmen des Arbeitsgesetzes Nummer 5763 und des Gesetzes Nummer 6111 entstanden Anreize bei den Versicherungsprämien für Arbeitgeber/-innen, die Frauen und Jugendliche einstellen. Dies konnte jedoch nicht zu der erwarteten Erhöhung des Beschäftigungsanteils von Frauen und Jugendlichen und zu gesicherten Arbeitsverhältnissen dieser Gruppen beigetragen.
(Quelle: http://www.uis.gov.tr/Media/Books/UIS-tr.pdf)

Gemeinsam unterzeichnete Protokolle zwischen beruflichen Gymnasien und Arbeitgeber(inne)n sollen Jugendliche beim Übergang von der Schule ins Berufsleben unterstützen. So können sie in einem echten Betriebsklima ausgebildet werden, in dem Materialien und Werkzeuge zur Verfügung stehen, die die Schule nicht bieten kann. Weiterhin ist mit diesen Protokollen beabsichtigt, den Jugendlichen eine praktische berufliche Ausbildung am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Damit wird auch die Möglichkeit geschaffen, dass die Jugendlichen nach Abschluss ihrer Ausbildung von dem Betrieb übernommen werden.

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Gesundheit und Wohlbefinden

Gesundheit 
Sport 

Gesundheit

Seit 2008 genießen alle Personen unter 18 Jahren in der Türkei den allgemeinen Krankenversicherungsschutz. Darüber hinaus werden noch weitere Gesundheitsdienste sowie verschiedene soziale Hilfen angeboten, um das Wohlergehen von Kindern zu fördern.

Wichtige Probleme bestehen insbesondere bei Rehabilitationsangeboten für Drogenabhängige, in der beschränkten Anzahl von Programmen für psychische Krankheiten, in der ungenügenden Anzahl von Aufklärungsprogrammen über Sexualität und bei der Gefährdung der Gesundheit aufgrund von Eheschließungen im Jugendalter und von frühen Schwangerschaften.

Die Behandlung von Drogenabhängigen übernehmen in der Türkei staatliche und private Krankenhäuser. Weil die Anzahl der Therapieeinrichtungen in der Türkei ungenügend ist, gibt es bei der Behandlung zahlreiche Engpässe.

Die Fürsorge und Pflegedienste des Ministeriums für Familie und Sozialpolitik sowie das Generaldirektorat für Kinderhilfe basieren auf der Grundlage, dass Kinder in ihrem familiären Umfeld bleiben und dort unterstützt werden sollen. Im Rahmen des Projektes „Rückkehr in die Familie“ hat man gemäß dem Prinzip „die Pflege in der Familie hat Vorrang“ damit begonnen, Kinder in Einrichtungen mittels sozialer und wirtschaftlicher Unterstützung wieder ihren Familien zuzuführen und sie an der Seite ihrer Familien oder Angehörigen zu fördern.

Für Kinder, die Opfer von Missbrauch sind und die unter Fürsorge stehen, sind pflegerische und soziale Rehabilitationszentren zuständig. Auch für Kinder, die in die Kriminalität abgleiten und die ebenfalls unter Fürsorge stehen, gibt es Betreuungs- und Rehabilitationszentren. Um Missbrauch von Kindern vorzubeugen und um missbrauchten Kindern fachkundig und wirkungsvoll zu helfen, wurden in Krankenhäusern und in anderen Einrichtungen, die dem Gesundheitsministerium unterstehen, Kinderschutzzentren eingerichtet, damit umgehend sowohl juristische wie auch medizinische Maßnahmen von qualifizierten Fachkräften vorgenommen werden können. Damit will man vor allem Kinder, die sexuell missbraucht wurden, davor schützen, dass sie durch mehrmalige Untersuchungen seitens verschiedener Instanzen noch stärker belastet werden.

Für Einrichtungen, die für elternlose Kinder Fürsorgedienste anbieten, wurden verpflichtende Mindeststandards festgelegt. Diese sind Ergebnis des Programms „Ausarbeitung von Mindeststandards für Kinder ohne elterliche Pflege“. Es wurde im Rahmen des Projekts „Zuerst die Kinder: Konstruktive Amtsführung, Schutz und Gerechtigkeit für Kinder in der Türkei“  (2005-2008) erstellt, unter der Koordination der Institution für Kinderschutz und Soziale Dienste (Sosyal Hizmetler ve Çocuk Esirgeme Kurumunun SHÇEK) und in Zusammenarbeit des türkischen Staates mit UNICEF. Als Fortsetzung dieses Projekts wurde unter dem Motto „Zuerst die Kinder – einen Schritt weiter“ das Dokument über Mindeststandards neu überarbeitet und auf Einrichtungen des Jugendamtes, die behinderte Kinder betreuen, ausgeweitet.

Es untersteht dem Ministerium für Familie und Sozialpolitik, Kindern ohne Familienangehörigen, sei es vorrübergehend oder ständig, Pflege- und Fürsorgedienste zu unterbreiten und die Standards für diese Dienstleistungen festzulegen.

Von dem Amt für Informationstechnologie und Kommunikation wurde eine Maßnahme unter dem Namen „Sicheres Internet“ eingeleitet, damit Kinder über das Internet auf sichere Weise Informationen erhalten können, aber auch vor schädigenden Inhalten geschützt werden. Dieses Angebot ist kostenlos über das Internet zu erreichen.

Die Gegebenheiten und Mittel für Kinder an sportlichen, kulturellen und künstlerischen Angeboten und an Erholungs- oder Vergnügungsaktivitäten teilnehmen zu können, sind ungenügend. Es ist festzustellen, dass die örtlichen Verwaltungen ihre Aufgaben in diesem Bereich nur unzureichend erfüllen.

Die Jugendzentren, die dem Ministerium für Jugend und Sport unterstehen, bieten soziale, kulturelle, künstlerische und sportliche Aktivitäten an. Vergleicht man jedoch die Zahlen der jugendlichen Mitglieder von Jugendzentren mit den Zahlen des jungen Bevölkerungsanteils in der Türkei, so ist festzustellen, dass ein großer Teil nicht von diesen Jugendzentren profitiert. Es besteht die Notwendigkeit, die Dienstleistungen für Jugendliche neu zu strukturieren, die Zahl der Jugendzentren zu erhöhen und die Qualität der Angebote und Aktivitäten dieser Jugendzentren auszubauen.

Das Ministerium für Jugend und Sport organisiert kostenlose Camps in der Natur und am Meer, die geschlechtergetrennt veranstaltet werden.

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Sport

Sport ist auch in der Türkei eines der Lieblingsthemen und eine der Lieblingsbeschäftigungen der Mehrheit der Jugendlichen.
Die populärste Sportart in der Türkei ist Fußball und er stellt eines der wichtigsten Themen der Tagesordnung des Landes dar, was sich im Fernsehen und Sportzeitungen widerspiegelt. Nach Fußball sind Basketball und Volleyball weitere beliebte Sportarten unter den Jugendlichen.

In Artikel 59 des Grundgesetzes unter der Überschrift „Förderung des Sports“ steht: „Der Staat hat Maßnahmen zu ergreifen, die die körperliche und seelische Gesundheit der türkischen Staatsbürger/-innen in jedem Alter fördern, und er hat zur Verbreitung des Sports unter der Bevölkerung beizutragen. Der Staat hat erfolgreiche Sportler/-innen zu protegieren.“
Die Bestimmung zeigt die Bedeutung, die in der Türkei dem Sport zugewiesen wird. Der Staat fördert den Sport als öffentliche Dienstleistung und baut große Sportanlagen; auch Investitionen in diesem Bereich werden zu einem beachtlichen Teil von Staatsseite getätigt.

Im „Dokument zu einer Nationalen Jugend- und Sportpolitik“, erstellt vom Ministerium für Jugend und Sport, sind u.a. folgende Maßnahmen aufgeführt:

Administrative Maßnahmen

  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den für den Sport relevanten Einrichtungen und Institutionen
  • Unterstützung des Sports in den Kommunen
  • Aufbau von Sportverbänden
  • Bau von Sportanlagen
  • Effektive Nutzung der Medien bei der Entwicklung und Verbreitung des Sports

Sportkultur und Sport für jede/n

  • Entwicklung und Verbreitung des Sports in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen
  • Sport als lebenslange Aktivität

Heranbildung von Leistungssportler(inne)n

  • Ausbildung von Fachkräften und qualifizierten Trainer(inne)n
  • Landesweite Rekrutierung von talentierten Sportler(inne)n
  • Heranbildung von Hochleistungssportler(inne)n
  • Prämierung von Erfolgen und Entwicklung von Anreizsystemen

Sportrecht

  • Schutz der Rechte von Sportler(inne)n
  • Verhinderung von Gewalt beim Sport

Behinderte und Sport

  • Behindertengerechter Umbau von Sportanlagen
  • Maßnahmen zur Steigerung der sportlichen Leistungen von Behinderten
  • Unterbreitung von Sportangeboten für Behinderte in Bildungseinrichtungen
  • Rehabilitation von Behinderten mittels sportlicher Maßnahmen

Gesundheit der Sportler/-innen

  • Sicherstellung einer gesunden Teilnahme an sportlichen Aktivitäten
  • Vorbeugung von Sportverletzungen
  • Gesunde Ernährung der Sportler/-innen 
  • Intensivierung des Kampfes gegen Doping

Internationale Sportveranstaltungen und Olympiaden

  • Bemühungen intensivieren, um internationale Sportveranstaltungen in der Türkei durchzuführen
  • Schaffung einer Struktur zur Teilnahme von Sportler(inne)n an Olympiaden und internationalen Sportveranstaltungen und Förderung der Sportler/-innen zur Erreichung von Höchstleistungen
  • Bildung eines ehrenamtlichen Systems beim Sport
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Partizipation und Citizenship

Politische Bildung 
Freiwilliges Engagement

Politische Bildung

Im Rahmen des von der Europäischen Union und der Republik Türkei finanzierten Jugendpartizipationsprojekts ŞEBEKE der Bilgi Universität Istanbul wurde im Mai 2013 eine Untersuchung mit dem Titel “Jugendliche und polititsche Partizipation in der Türkei: Macht der sozio-ökonomische Faktor einen Unterschied?” durchgeführt. Dafür wurden 2508 junge Türk(inn)en im Alter von 18 – 24 Jahren befragt.
Die Erhebung hat gezeigt, dass es in der Türkei eine bedeutende Gruppe junger Menschen gibt, die politisch aktiv ist. Die Daten geben Aufschluss darüber, dass 27 % der jungen Erwachsenen in Nichtregierungsorganisationen aktiv sind. 20 % äußern sich im Internet zu politischen Themen, 10 % stehen in Verbindung zu politischen Parteien und weitere 10 % haben an mindestens einer Demonstration, Kundgebung oder Protestveranstaltung teilgenommen. Die Untersuchung hat außerdem gezeigt, dass nur 12 % der jungen Menschen in einer politischen Partei aktiv sind, jedoch mehr als jeder vierte in Beziehung zu einer Nichtregierungsorganisation steht. Mehr als die Hälfte derjenigen, die Mitglied einer politischen Partei sind, sind gleichzeitig auch Mitglied oder Aktivist/-in in einer Nichtregierungsorganisation. (Quelle: http://stk.bilgi.edu.tr/media/uploads/2015/02/01/sosya-ekonomikstatufaryaratiyormu.pdf)

Im Rahmen der Inanspruchnahme demokratischer Rechte ist es jedem Kind, das das 15. Lebensalter vollendet hat und im Besitz seiner Urteilsfähigkeit ist, in der Türkei erlaubt, mit schriftlichem Einvernehmen seiner gesetzlichen Vertreter/-in einen Verein für Kinder zu gründen oder Mitglied in einem Kinderverein zu werden.

In allen Bereichen, die für Kinder relevant sind, gibt es Einrichtungen wie Komitees für Kinderrechte, Kinderbeiräte in den Stadträten und Schüler(innen)vertretungen, deren Aufgabe es ist, die Teilnahme junger Menschen an Entscheidungsmechanismen zu fördern.

Vom Ministerium für Familie und Sozialpolitik wurden auf Ebene der Provinzdirektionen Komitees für Kinderrechte in den Regierungsbezirken gegründet. Die Anstrengungen in diesen und ähnlichen Einrichtungen zielen darauf ab, die Akzeptanz von Kinderrechten und die Partizipation von Kindern am gesellschaftlichen Leben auszuweiten und zu verbessern. Was die Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen diesen Einrichtungen betrifft, gibt es keine intakte Struktur, weshalb die Notwendigkeit besteht, in diesem Bereich entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Freiwilliges Engagement

Die Freiwilligenarbeit wird in der Türkei zum großen Teil von Nichtregierungsorganisationen geleistet. An diesen Aktivitäten nehmen meist Jugendliche teil. Weiterhin tragen die Jugendzentren des Ministeriums für Jugend und Sport sowie die der Stadtverwaltungen dafür Sorge, dass Kinder und Jugendliche an ehrenamtlichen Aktivitäten teilnehmen.

Der Bereich Freiwilligenarbeit ist in der Türkei im Aufschwung. Es fehlt aber bisher hauptsächlich an der geeigneten Infrastruktur, der Anerkennung sowie ausreichenden Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich der Freiwilligenbetreuung. Ausgehend davon, regte das Volunteers-Programm der Vereinten Nationen (United Nations Volunteers, UNV) in der Türkei einen Diskussionsprozess an, der zur Gründung des Nationalen Gremiums für Freiwilligenarbeit führte. Die Gründungsmitglieder kommen aus den Kreisen der Zivilgesellschaft, der Regierung und den Vereinten Nationen und arbeiten inhaltlich zu den verschiedensten Themen wie Bildung, Jugend, Umwelt und Entwicklung. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die folgenden 17 Institutionen und Organisationen:

  1. Community Volunteers Foundation (TOplum Gönüllüleri Vakfi, TOG),
  2. Civil Society Development Centre,
  3. Association of Kirikkaleli Businessmen and Administrators,
  4. Turkish Red Crescent Society,
  5. Turkish Foundation for Combating Soil Erosion For Reforestation and The Protection of Natural Habitats,
  6. Educational Volunteers Foundation of Turkey,
  7. Center For Social Innovation,
  8. Corporate Volunteer Association,
  9. You Got the Life Youth Academy Association,
  10. Habitat Center for Development and Governance,
  11. Labor and Social Security Research and Development Center,
  12. Association for Supporting Contemporary Life,
  13. Turkey Charity Association,
  14. Türkiye Yardim Sevenler Derneği Zonguldak şubesi. Third Sector Foundation of Turkey,
  15. Turkish National Agency,
  16. Ministry of Youth and Sports,
  17. United Nations Volunteers

sowie fünf Einzelmitglieder: Aydin Çetin,A. Duygu Fendal, Hülya Denizalp, Gelnta Achmetoglou, Timur Timothy Tiryaki.

Ansprechpartner für weitere Fragen sind:
UNV, Ulla Gronlund (Programme Officer), E-Mail: ulla.gronlund(at)undp.org 
TOG, Başak Tuğsavul, E-Mail: Basak.Tugsavul(at)tog.org.tr 

Literaturtipps zum Thema Freiwilligenarbeit in der Türkei

Die wissenschaftliche Studie „Kultur der Zivilgesellschaft in den Freiwilligeneinrichtungen der Türkei“ wurde 2010 von der Stiftung „Das Leben betreffend“ (Yaşama Dair Vakif YADA) veröffentlicht. Diese Studie eruiert die Charakteristika, die Schwächen und das Potenzial einer Kultur der Zivilgesellschaft bei den Freiwilligenverbänden der Türkei. Erstellt wird eine umfassende Bedarfsanalyse, die zur Entwicklung einer nachhaltigeren Zivilgesellschaft beitragen soll.

Die Stiftung für Freiwillige im Bildungsbereich (Türkiye Eğitim Gönüllüleri Vakfi, TEGV) führte drei Studien zur Freiwilligenarbeit durch, die sie 2012 in Buchform veröffentlichte. Die Themen sind: Jugend, Freiwilligenarbeit und Soziales Kapital in der Türkei (2008); Freiwilligendienste und ihre Errungenschaften (2009); Nachhaltige Freiwilligenarbeit (2010).

Das Buch "Freiwilligenarbeit in der Türkei – Erkundung ihrer Rolle und Verdienste" wurde 2013 im Rahmen des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen Türkei vom Zentrum für Jugenddienste GSM veröffentlicht. In dem Buch werden die wichtigsten Organisationen vorgestellt, die zu Themen der Freiwilligenarbeit in der Türkei tätig sind Es beschreibt die entscheidende Rolle, die die Freiwilligenarbeit bei der Realisierung von gesellschaftlichem Fortschritt und nachhaltiger Entwicklung spielt.

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Kultur und Kreativität

Nazar Amulett.
Nazar Amulett.Bild: Hans / pixabay.com

Für die außerschulische kulturelle Jugendbildung sind ebenso wie für die politische Jugendbildung nur das Ministerium für Jugend und Sport oderdas Ministerium für Nationale Bildung autorisiert.
Die Volksbildungszentren, die dem Ministerium für Nationale Bildung unterstehen, bieten zu beruflichen, technischen, sozialen und kulturellen Themen kostenlose Kurse für alle Interessierten an.

Das Ministerium für Kultur und Tourismus führt im Rahmen seiner Tätigkeiten zur Förderung der nationalen Kultur Kurse für türkische Ornamentik und traditionelles Handwerk durch. Damit werden sowohl Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen sowie Interesse und Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst und Kultur populärer gemacht.

Jugendclubs, die in Arbeitsfeldern wie Kultur, Tourismus, Kunst, Folklore und Volkstänze tätig sind, führen Veranstaltungen und Kurse in diesen Bereichen durch. Ziel dieser Kurse ist es, die kulturellen und traditionellen Werte zu schützen, um eine Generation heranzubilden, die ihre eigene Kultur schätzt und die für die Sitten, Gebräuchen und Traditionen sensibilisiert ist.

Link
www.undp.org.tr/Gozlem2.aspx?WebSayfaNo=1741- Website des UN Development Programme mit Informationen zu dem Programm Alliances for Cultural Tourism (ACT) in Kars zur Mobilisierung des kulturellen Sektors in Ost-Anatolien.

Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Aufgrund ihrer geografischen und strategischen Lage ist die Türkei seit jeher immer wieder letzte Station großer Einwanderungsbewegungen und Flüchtlingszahlen und beherbergte Millionen von Migrat(inn)en.

Die Türkei ist eines der Länder, das die Auswirkungen des Krieges in Syrien am meisten spürt. Das Land hat die höchste Anzahl an syrischen Flüchtlingen aufgenommen. Über die Hälfte der Syrer/-innen, die in Lagern leben, sind Kinder.
Nach einem Bericht von UNICEF aus dem Jahr 2015 stieg die Zahl der registrierten Syrer/-innen in der Türkei auf 1 938 999 Personen, 1 047 000 davon sind Kinder.

Die Migrationsbehörde führt die Anerkennung von Ausländer(inne)n in der Türkei, Unterkunft und Abschiebung in eigenen Zentren durch, die laut einem Protokoll der Generaldirektion für Migration des Innenministeriums dem Roten Halbmond unterstehen.

Links
http://www.goc.gov.tr/icerik/goc-tarihi_363_380
- Generaldirektion der Migrationsverwaltung des Innenministerium der Republik Türkei

www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/57911/tuerkei - Dossier 'Migration' Türkei der Bundeszentrale für politische Bildung
www.e-politik.de/wissenswerte/migration/ - WissensWerte – Infografiken 'Migration'

Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder

Jugendsozialarbeit ist kein verbreiteter Fachbegriff in der Türkei. Das Ministerium für Familien- und Sozialpolitik ist hauptsächlich für Bereiche zuständig, die unter den Bereich Erziehungshilfen fallen, und vertritt insbesondere die Interessen von Kindern bis 12 Jahre, die der Pflege bedürfen, Waisen sind oder aus anderen Gründen nicht bei ihren Familien leben können.

Die Zentren für Soziale Dienste des Ministeriums für Familie und Sozialpolitik leisten Sozialarbeit für Kinder und Jugendliche. Die dort arbeitenden Fachkräfte wollen insbesondere Kinder und Jugendliche, die dem Blick der Gesellschaft entschwunden sind, wieder in das gesellschaftliche Leben integrieren. Auch Streetwork ist Teil der Arbeit dieser Zentren.

Ebenso gründeten die Abteilungen für Soziale Dienste, die auf der Ebene der Regionalverwaltungen tätig sind, Zentren für Kinder, die auf der Straße arbeiten. Aufgabe dieser Zentren ist es, die Probleme dieser Kinder mit ihren Eltern zu lösen und bei Schulproblemen zu helfen. Auch die Prävention von Vernachlässigung und Kindesmissbrauch gehört zu den Arbeitsbereichen der Abteilungen für Soziale Dienste. Es ist den Kommunen freigestellt, in diesen Bereichen mit Nichtregierungsorganisationen gemeinsame Projekte durchzuführen.

Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Ministerium für Kultur und Tourismus haben Kinder, die unter die Zuständigkeit des Ministeriums für Familien- und Sozialpolitik fallen, freien Eintritt in Museen, Ausgrabungsstätten, staatlichen Theatern und andere historische Stätten. Ebenso dürfen sie, gemäß einem Protokoll mit dem Jugend- und Sportministerium, kostenfrei die Sportstätten in den Städten nutzen.

Um obdachlose Kinder und Jugendliche kümmert sich auch die halbstaatliche Institution für Kinderschutz (Türkiye Cocuk Esirgeme Kurumu).

Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Die zentrale Einrichtung für internationale Jugendarbeit ist das Ministerium für Jugend und Sport. In diesem Rahmen werden internationale Camps, Austausch- und Mobilitätsprogramme sowie bi- und multilaterale Kooperationsprogramme durchgeführt.

Das Zentrum für EU-Bildungs- und Jugendprogramme (AB Eğitim ve Gençlik Programlari Merkezi Başkanliği) der Türkischen Nationalagentur (Türk Ulusal Ajansi) untersteht dem Ministerium für EU-Angelegenheiten. Aufgabe des Zentrums ist, gemeinsam mit anderen Ländern - vor allem mit Europa - und in Zusammenarbeit mit internationalen Einrichtungen, Programme im Bildungs- und Jugendbereich zu konzipieren, zu finanzieren und durchzuführen, die Jugendlichen Mobilitäts- und Lernmöglichkeiten bieten.
Die Umsetzung des Erasmus+ Programms, ein Förderprogramm der EU im Bereich Bildung, Jugend und Sport für die Jahre 2014 – 2020, obliegt der Türkischen Nationalagentur.

Das Direktorat für Vereine (Dernekler Dairesi Başkanliği), das dem Innenministerium der Türkei untersteht, unterstützt internationale Aktivitäten und Projekte im Bereich Jungendarbeit und Mobilität von Nichtregierungsorganisationen.

Auch andere Ministerien führen Programme und Projekte für Jugendliche durch. Insbesondere das Ministerium für Familie und Sozialpolitik sowie das Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit bieten internationale Projekte für Jugendliche an.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Die Grundlage der kulturellen Zusammenarbeit beider Länder bildet das Kulturabkommen zwischen der Türkischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland, das 1957 unterzeichnet wurde. Im Rahmen dieses Abkommens trifft sich der Ständige Türkisch-Deutsche Kulturausschuss regelmäßig.

Das „Protokoll zur Zusammenarbeit in der Jugendpolitik“ zwischen dem Generaldirektorat für Jugend und Sport beim Ministerpräsidentenamt der Republik Türkei und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) trat am 18. April 1994 mit seiner Unterzeichnung in Kraft.

Im Rahmen der gemeinsamen Ressortvereinbarung werden jährlich verschiedene Tagungen und Programme für Jugend- und Fachkräfteaustausch durchgeführt. Diese Aktivitäten werden vom Ministerium für Jugend und Sport der Türkischen Republik und von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) im Namen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend koordiniert. Um einen Beitrag zu den Programmen zu leisten, wurde die „Arbeitshilfe für den türkisch-deutschen Jugendaustausch“ herausgegeben.
Weitere Informationen zum aktuellen Stand der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit gibt es auf der Website von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Die bilaterale Zusammenarbeit hat auch im Bereich Bildung zu wichtigen Entwicklungen geführt. Auf Grundlage des Regierungsabkommens zwischen der Türkei und Deutschland wurde am 23.05.2008 in Istanbul die Türkisch-Deutsche Universität (TAÜ) gegründet. Die TAÜ ist eine mehrsprachige Universität und die Unterrichtssprache ist in den Bachelor-Studiengängen überwiegend Deutsch, in den Master-Studiengängen je nach Bedarf Deutsch oder Englisch.

Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke ist eine deutsch-türkische Kooperation und eine zivilgesellschaftliche Initiative mit staatlicher Förderung. Ihre Ziele will die Jugendbrücke gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern sowie weiteren Akteuren im deutsch-türkischen Schüler- und Jugendaustausch in Deutschland und der Türkei erreichen. Strategisch beraten wird die Jugendbrücke von einem deutsch-türkischen Beirat. Gesellschafterin und Initiatorin der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke ist die Stiftung Mercator.

Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Die Türkei arbeitet im Bereich Jugend und Jugendpolitik mit dem Europäischen Rat und der Europäischen Union zusammen.

Da die Türkei Gründungsmitglied des Europäischen Rates ist, nimmt sie an den Tagungen des Europäischen Lenkungsausschusses für Jugend (CDEJ) und an dem Gemeinsamen Rat für Jugendfragen (CMJ) teil. Der CDEJ bemüht sich um den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit im Jugendbereich, bereitet Entwürfe für gesetzliche Bestimmungen zur Regelung der Jugendpolitik in den Mitgliedsländern vor und organisiert die Konferenz für die Ministerien, die für Jugendpolitik zuständig sind. Der CMJ hingegen setzt die Prioritäten im Jugendbereich. Seit 2002 führt der Europäische Rat gemeinsam mit der Türkei Programme für die Jugend und zur Weiterentwicklung der Jugendpolitik durch. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden zahlreiche Aktivitäten organisiert.

Weil die Türkei dem Zentrum für EU-Bildungs- und Jugendprogramme eingegliedert ist, hat sie hinsichtlich der Teilnahme an diesen Programmen verschiedenste Abkommen mit der Europäischen Union unterzeichnet.

Darüber hinaus hat die Türkische Republik Abkommen mit über 50 verschiedenen Ländern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur, Kunst, Jugend und Sport unterzeichnet.

Besondere Bedeutung hat das Jugendprogramm Türkei – Japan. Die japanische Regierung organisiert Projekte wie das Welt-Jugendschiff und das globale Programm zum Training von Jugendleiter(inne)n, an denen Jugendliche aus der Türkei teilnehmen. Junge Japaner/-innen nehmen an Programmen teil, die für sie in der Türkei veranstaltet werden.

Im Rahmen des Kulturabkommens, das die  Republik Türkei 1972 mit der Republik Südkorea unterzeichnete, entstand das Jugendaustauschprogramm Türkei – Südkorea. Seit 2007 werden jedes Jahr Jugendaustauschprogramme durchgeführt, die die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausbauen und die Jugend beider Länder freundschaftlich verbinden.

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Mobilität

Seit 1. Juni 2004 ist die Türkei Programmland im europäischen Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Die türkische Nationalagentur, das Centre for EU Education and Youth Programmes mit Sitz in Ankara, ist für die Umsetzung des Programms zuständig.

Der EUROPASS wurde am 15. Dezember 2004 mit der Entscheidung Nr. 2241/2004/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Portfolio, das erworbene Qualifikationen transparent darstellt und somit jungen Menschen europaweit bei Mobilität und Beschäftigung hilfreich ist. Zuständig hierfür sind das Institut für Professionelle Kompetenzen (Mesleki Yeterlilik Kurumu MYK) und das Nationale Europass-Zentrum Türkei.

Die Europäische Jugendkarte (EYCA) ist eine Ermäßigungskarte für Reisen, Kultur und Freizeit in Europa für junge Leute. Türkische Jugendliche können die Jugendkarte seit 2015 bei dem unabhängigen Jugendverein für Ziviles Leben (Sivil Yaşam Derneği, SIYAMDER), der ausschließlich von Jugendlichen geleitet wird, erwerben.

Weitere Informationen zur Türkei für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/TR_en

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Weiterführendes - Türkei

Weiterführendes bietet Dokumente, Lesetipps und nützliche Adressen in der Türkei und Deutschland.

Literatur- und Linktipps

Allgemein

  • Studienkreis Tourismus e.V. (Herausgeber): Türkei verstehen, Nr. 11 der Reihe Sympathie Magazin Europa, 2011. Bezug: Kapellenweg 3, 82541 Ammerland/Starnberger See, http://www.studienkreis.org.
  • TÜRKEI HÖREN - Das erste deutschsprachige Türkei-Hörbuch auf CD. Eine musikalisch illustrierte Reise durch die türkisch-osmanische Kulturgeschichte bis in die Gegenwart. Silberfuchs-Verlag, 2010.
  • Udo Steinbach: Geschichte der Türkei. Innen- und außenpolitische Entwicklung der Türkei seit ihrer Gründung im Jahre 1923. 5. Auflage 2010
  • Prof. Giray Berberoglu / Prof. Petek Aşkar: Education Monitoring Report 2010. Beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen in 2010 und enthält einen besonderen Absatz zur Situation der Lehrer/-innen in der Türkei heute. Download ...
  • Jürgen Gottschalk/Dilek Zaptçioglu: Das Kreuz mit den Werten. Über deutsche und türkische Leitkulturen, edition Körber-Stiftung, Hamburg 2005.
  • Klaus Kreiser: Kleines Türkei-Lexikon, Wissenswertes über Land und Leute. Beck'sche Reihe: Aktuelle Länderkunden Band 838, ISBN: 340633184X.
  • Bundeszentrale für politische Bildung. Türkei. Heft 277 der Informationen zur politischen Bildung, 4. Quartal 2002. 
  • Vural Öger: Mein Deutschland, Meine Türkei. Rowohlt, Reinbek Juli 2002, ISBN: 3498050311
  • Manfred Ferner: Kulturschock Türkei. Reise Know-How Verlag, Bielefeld Juni 2002. 
  • Ute-Hetzel Eren, Hildegard Kammer, Barbara Selimoglu: Informationen für binationale Paare – Türkei. andes & Apsel Verlag 2002, ISBN: 3860992333.
  • Ute Diergarten-Wandel u.a.: Kulturschlüssel Türkei. Max Huber Verlag, Oktober 1999.
  • Günter Seufert: Cafe Istanbul – Alltag, Religion und Politik in der modernen Türkei. Beck'sche Reihe Band 1213, 2. durchgesehene und erweiterte Auflage 1999, ISBN: 3406420133; 340645013X. Ein Cafe am zentralen Beyazid-Platz in Istanbul ist Ausgangspunkt der Feldforschungen von Günter Seufert, der in diesem Band die moderne türkische Gesellschaft porträtiert. Der Autor beschreibt die Rückkehr des Islams in die politische Arena der Türkei und geht der Frage nach, warum der politische Islam zu einer Zeit in höchster Blüte steht, da westliche Kultur über Medien und Moden, Lebensstile und Produkte stärker im Land vertreten ist als je zuvor.
  • Barbara Yurtdas: Gebrauchsanweisung für die Türkei. München 1989, überarbeitete Neuausgabe, 1997, Piper, ISBN: 3492033172; 3492049974.
  • Matthes Buhbe: Türkei, Politik und Zeitgeschichte, Studien zu Politik und Gesellschaft des Vorderen Orients. Band 2, 1996 Leske & Budrich, ISBN: 3810016586 (Das Thema des Buches ist die innenpolitische und gesellschaftliche Entwicklung der türkischen Republik seit ihrer Gründung 1918 bis einschließlich der Parlamentswahlen vom Dezember 1995. Wichtige Stichworte sind Kemalismus, Säkularismus, Demokratie und Militär die Kurdenfrage und der Islamismus).
  • Brabara Yurtdas: Wo auch ich zu Hause bin. Eine türkisch-deutsche Familiengeschichte. Serie Piper Frauen: Band 1638, 2. Auflage 1994, ISBN: 3492116388; 3492216382

Kinder und Jugend

  • Studies on Youth Policies in the Mediterranean Partner Countries: Turkey. Euromed 2009.  Download (in Englisch) hier ...  
  • IJAB und Generaldirektorat für Jugend und Sport der Türkei (Herausgeber), Arbeitshilfe für den deutsch-türkischen Jugendaustausch. Bonn, Ankara, 2009. Download auf der Website von IJAB ... 
  • Turkish Policy Quarterly. Ausgabe 5, No. 1, Frühling 2006 (in Englisch). Mit diversen Beiträgen zur türkischen Jugend. Download der einzelnen Artikel: http://www.esiweb.org/index.php?lang=en&id=291&tpq_ID=7
  • IJAB (Herausgeber), Schlüsselbegriffe der Kinder- und Jugendhilfe. Deutsch/Türkisch. Bonn. Bestellung unter info[at]ijab.de, Kosten 1,50 €. 
  • Jugend und Jugendpolitik in der Türkei. Beitrag im Forum 21/Nr. 3 12/2004 European Journal on Youth Policy. Berlin, London, Paris. Download: 
    www.coe.int/t/dg4/youth/Source/Resources/Forum21/Issue_No3/N3_Turkey_de.pdf 
  • The EU in the Eyes of Turkish Youth. Beitrag von Emre Özdemir (stellvertretender Generalsekretär ARI-Bewegung). 2004. Download: www.esiweb.org/pdf/esi_turkey_tpq_id_4.pdf 
  • Ethnische Homogenität in sozialen Netzwerken türkischer Jugendlicher. Beitrag von Robert Kecskes. In: ZSE Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jahrgang 23 (2003). 
  • M. Akkent und G. Franger: Mädchen in der Türkei und in Deutschland. Eine kulturvergleichende Situationsanalyse. Deutsches Jugendinstitut, München 1987. Zum Buch wurde von den beiden Autoren eine Tonbildschau in deutscher und türkischer Sprache in drei Teilen: “Erzähl mir was...” Mädchen in der Türkei und in Deutschland, zusammengestellt (Bezug über AV-Akademie München e.V.)

Links

www.lehrer-info.net - Internetportal für die Lehrkräfte türkischstämmiger Schüler/-innen in Deutschland mit allgemeinen Informationen zur Türkei

Links zu türkischsprachigen Seiten:
http://www.mkutup.gov.tr/ - Nationalbibliothek / Milli Kütüphane
http://cabim.ulakbim.gov.tr/ - Nationales System zur Dokumentenbeschaffung / ULAKBIM Belge Sağlama
http://www.toplukatalog.gov.tr/
- Nationaler Sammelkatalog / Ulusal Toplu Katalog
http://ailetoplum.aile.gov.tr/yayinlar - Publikationen des Ministeriums für Familie und Sozialpolitik / Aile ve Sosyal Politikalar Bakanliği Yayinlari
http://www.genclikcalismalari.org/#!yayinlar/c8k2 - Referat für Jugendarbeit / Gençlik Çalişmalari Birimi
http://www.bilgiyay.com/c/64/stk-calismalari - Publikationen der Bilgi Universität / Bilgi Üniversitesi Yayinlari
http://www.stgm.org.tr/tr/icerik/goster/kitaplar-2 - Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung / Sivil Toplum Geliştirme Merkezi Yayinlari
http://www.tubitak.gov.tr/tr/yayinlar/icerik-elektronik-kutuphane - Türkisches Institut für Wissenschaftliche und Technologische Forschung, TUBITAK
http://www.mkutup.gov.tr/ - EU-Forschungszentrum / Avrupa Topluluklari Araştirma ve Uygulama Merkezi
http://www.tusev.org.tr/tr/arastirma-ve-yayinlar/ - Stiftung Dritter Sektor Türkei / Türkiye Üçüncü Sektör Vakfi
http://www.tarihvakfi.com/ - Stiftung für Geschichte / Tarih Vakfi

Botschaften, Konsulate, Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Federal Almanya Büyük Elciligi)
Atatürk Bulvari 114, 06552 ANKARA
TÜRKEI
Fon: +90 312 4265465, Fax: +90 312 4278927
http://www.ankara.diplo.de/

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland (Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu)
Inönü Caddesi 16-18, 80083 ISTANBUL-Beyoglu
TÜRKEI
Fon: 0090 212 3346100, Fax: 0090 212 2499920
http://www.istanbul.diplo.de

Botschaft der Republik Türkei 
Rungestr. 10, 10709 Berlin
Fon: 030 275850, Fax: 030 27590915
E-Mail: botschaft.berlin@mfa.gov.tr
http://berlin.emb.mfa.gov.tr/ 

Türkische Generalkonsulate in Deutschland: http://berlin.emb.mfa.gov.tr/ContactInfo.aspx 

Ministerien und andere staatliche Einrichtungen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Abteilung Kinder und Jugend
Rochusstr. 8-10, 53123 Bonn
Fon: 0228 930-0, Fax: 0228 930-2221
www.bmfsfj.de 

Ministerium für Jugend und Sport (T.C. Gençlik ve Spor Bakanlığı )
Örnek Mahallesi Oruç Reis Caddesi No:13
Altindağ / Ankara
Fon:  +90 312 596 60 00 | 444 0 472, Fax:  +90 312 596 60 10
http://www.gsb.gov.tr/

Ministerium für Familie und Sozialpolitik (T.C. Aile ve Sosyal Politikalar Bakanlığı)
Eskişehir Yolu Söğütözü Mahallesi 2177.Sokak No:10/A
Çankaya/ANKARA .
Fon: +90 312 705 40 00, Fax: +90 312 705 53 49
http://www.aile.gov.tr/

Ministerium für nationale Bildung (T.C. MİLLÎ EĞİTİM BAKANLIĞI)
Atatürk Bulvari No: 98
Bakanliklar/ANKARA
Fon: +90 312 4132680,  +90 312 4132681,  +90 312 4131838
http://www.meb.gov.tr/

Innenministerium (T.C. İçişleri Bakanlığı)
Ismeit Inönü Bulvari No: 4 Bakanliklar/ANKARA
Fon: +90 312 422 40 00
http://www.icisleri.gov.tr/

Gesundheitsministerium (T.C. SALIK BAKANLIĞI)
Mithatpaşa Caddesi No: 3 06434 Sihhiye/ANKARA
Fon: +90 312 585 1000
http://www.saglik.gov.tr/

Justizministerium (T.C. ADALET BAKANLIĞI)
Milli Müdafaa Caddesi 06420 Çankaya/ANKARA
Fon: : +90 312 417 7770
http://www.adalet.gov.tr/

Ministerium für Kultur und Tourismus (T.C. KÜLTÜR VE TURIZM BAKANLIĞI)
Atatürk Bulvari No: 29 06050
Opera/Ankara
Ismet Inönü Bulvari No:5
06100 Emek/Ankara
Fon: +90 312 309 08 50, +90 312 212 83 00
www.kulturturizm.gov.tr, www.kultur.gov.tr, www.turizm.gov.tr

Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit (T.C. ÇALIŞMA VE SOSYAL GÜVENLİK BAKANLIĞI)
Inönü Bulvari No:42 Pk: 06520
Emek/ANKARA
Fon: +90 312 296 60 00
http://www.csgb.gov.tr/

Ministerium für Entwicklung (T.C. KALKINMA BAKANLIĞI)
Necatibey Caddesi 110/A, 06100
Yücetepe/Ankara
Fon: +90 312 294 50 00, Fax: + 90 312 294 68 77
http://www.kalkinma.gov.tr/

Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie  (T.C. Bilim, Sanayi ve Teknoloji Bakanlığı)
Mustafa Kemal Mahallesi Dumlupinar Bulvari (Eskişehir Yolu 7.Km) 2151. Cadde No:154/A 06510 Söğütözü ANKARA
Fon: +90 312 201 50 00, Fax: +90 312 219 67 38
http://www.sanayi.gov.tr/

Statistikamt der Türkei (Türkiye İstatistik Kurumu)
http://www.tuik.gov.tr/

Kulturelle Mittlereinrichtungen

Goethe-Institut Istanbul
Yeniçarşi Cad. 32
34433 Beyoğlu
Istanbul
Türkei
Fon: +90 212 2492009, Fax: +90 212 2525214
E-Mail: info@istanbul.goethe.org
http://www.goethe.de/ins/tr/de/ist.html

Goethe-Institut Ankara
Atatürk Bulv. No:131,
Çankaya/Ankara,
Türkei
Fon:+90 312 419 5283
http://www.goethe.de/ins/tr/de/ank.html?wt_sc=ankara_

Goethe-Institut Izmir
Mithatpaşa Cad. No. 907/2
35290 Göztepe / IzmirFon: +90 232 4895687, Fax: +90 232 4251414
E-Mail: info@izmir.goethe.org
www.goethe.de/izmir

Kulturforum Türkei / Deutschland e.V.
Niederichstr. 38, 50668 Köln
Fon: 0221 9139117, Fax: 0221 1392903
www.das-kulturforum.de

Jugend- und Sportverbände

Zentrum für Jugenddienste (GSM GENÇLIK SERVISLERI MERKEZI)
Adres: Bayindir Sokak No: 45/9 Kizilay,
06640 Ankara
Fon: +90 312 417 11 24, Fax: +90 312 4258192
http://www.gsm.org.tr

Stiftung Freiwillige der Gesellschaft (TOPLUM GÖNÜLLÜLERI VAKFI, TOG)
Hobyar Mah.Aşirefendi Cad. No:20 Ankara Konya Han Kat.4 34112 Eminönü/Fatih ISTANBUL
Fon: +90 212 522 10 30, Fax: +90 212 522 10 32
E-Mail: info@tog.org.tr
http://tog.org.tr

HABITAT – Verein für Entwicklung und Governance (Habitat Kalkınma ve Yönetişim Derneği)
Gayrettepe Mahallesi Barbaros Bulvari N.143/A Beşiktaş, Istanbul/Turkey
Fon: 0850 333 23 66 | 0212 265 33 14/15/17, Fax: 0212 265 33 80
E-Mail: info@habitatkalkinma.org
http://habitatkalkinma.org/

Türkische Jugendvereinigung (TÜRKİYE GENÇLİK BİRLİĞİ DERNEĞİ)
19 Mayis Gençlik ve Spor Sitesi, Ankara Gençlik Merkezi, Ulus-Ankara
Fon: 0312 311 58 17, Fax: 0312 312 38 20
E-Mail: tgbderinfo@gmail.com
https://tgbder.wordpress.com

Türkische Jugendföderation (Türkiye Gençlik Federasyonu )
Oğuzlar Mahallesi, 1371. Caddesi 4/10,
06520 Çankaya/Ankara
Fon: 0 312 312 2562023
E-Mail: bilgi@genckonfed.org
http://www.genckonfed.org/

Nationales Freiwilligenkomitee (ULUSAL GÖNÜLLÜLÜK KOMITESI, UGK)
https://tr-tr.facebook.com/ulusalgonullulukkomitesi

AKASYA Plattform (Jugendorganisation für Umweltschutz) (AKASYA PLATFORM)
https://m.facebook.com/akasyaplatform/

TEMA – Jugendorganisation der Stiftung für Naturschutz (GENÇ TEMA)
Çayir Çimen Sokak Emlak Kredi Bloklari A-2 Blok Kat:2 Daire:8
34330 Levent-Istanbul
Fon: +90 [212] 283 78 16, Fax: +90 [212] 281 11 32
http://www.tema.org.tr/

Netzwerk gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern (Çocuklara Yönelik Ticari-Cinsel Sömürü ile Mücadele Ağı)
Merkez Kütüphanesi, Bilkent Üniversitesi 06800 Ankara/Türkiye
Fon: 0312 290 2714, Fax: 0312 266 6929
E-Mail: info@ctcs-mucadele.net
http://ctcs-mucadele.net/ag-hakkinda

Konföderation der Amateursportclubs der Türkei (TÜRKIYE AMATÖR SPOR KULÜPLERI KONFEDERASYONU, TASKK)
Gazi Mahallesi Silahtar Cad. No:104 Yenimahalle / ANKARA
Fon: o(312) 425 30 57, Fax: 0(312) 417 33 74
E-Mail: info@taskk.org.tr
http://www.taskk.org.tr/

Türkischer Pfadfinderverband  (TÜRKIYE IZCILIK FEDERASYONU)
Sümer 2 Sokak 25/4 Ayaş Apartmanı Kızılay/Çankaya/ANKARA
Tel: (0312) 441 59 00-01-02, Fax: (0312) 441 59 03
www.tif.org.tr/

AEGEE Istanbul (Avrupa Universite Öğrencileri Genel Birliği)
I.T.Ü. Gümüşsuyu Erkek Öğrenci Yurdu
80191 Gümüşsuyu/ISTANBUL
TÜRKEI
Fon/Fax: +90 212 2440098
E-Mail: aegee[at]aegeeistanbul.org
www.aegeeistanbul.org

Jugendinformationszentren

Informationsnetwerk Eurodesk Türkei (Eurodesk Türkiye Ağı)
Mevlana Bulvari No:181 06520 Balgat/ANKARA
Fon: +90 312 409 60 00, Fax: +90 312 409 60 09
https://eurodesk.ua.gov.tr/

Einrichtungen und Organisationen der internationalen Jugendarbeit

Zentrum für EU-Bildungs- und Jugendprogramme, Nationalagentur (Avrupa Birliği Eğitim ve Gençlik Programları Merkezi Başkanlığı)
Mevlana Bulvari No:181, 06520 Balgat/ANKARA
TÜRKEI
Fon: +90 312 4096000, Fax: +90 312 4096009
E-Mail: ua(at)dpt.gov.tr, Internet: http://www.ua.gov.tr 
Facebook: https://www.facebook.com/ulusalajans

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn
Fon: 0228 9506-0, Fax: 0228 9506-199
E-Mail: info(at)ijab.de
www.ijab.de

Deutsch-Türkisches Jugendwerk e.V.
Sossenheimer Weg 176, 65936 Frankfurt/Main
Fon: 069 34826022, Fax: 069 34826025
E-Mail: info(at)dtjw.de
www.dtjw.de 

EATA – Europäische Vereinigung türkischer Akademiker
Dominicustr. 46, 10827 Berlin
Fon: 030 7855632, Fax: 030 7855645
www.eata.info

european-mediterranean-youth-bridge (emyb) e.V. 
Vereinsstraße 40b, 20357 Hamburg
Fon: 040 86684183, Fax: 040 4107224
E-Mail: contact(at)emyb.org
www.emyb.org 

Deutsch-Türkische Jugendbrücke (GENÇLIK KÖPRÜSÜ TÜRKIYE-ALMANYA)
Haroldstraße 4, 40213 Düsseldorf
Deutschland
Fon: +49.211.837.2636, Fax: +49.211.837.4147
E-Mail: info(at)jugendbruecke.de
https://www.jugendbruecke.de/

Stiftungen

Körber-Stiftung
Deutsch-Türkischer Dialog
Kehrwieder 12, 20457 Hamburg 
Fon: 040 808192-156, Fax: 040 808192-300
http://www.koerber-stiftung.de

Konrad-Adenauer-Stiftung (Konrad Adenaur Vakfi)Ahmet Kasim Sok. 27, 06550 Cankaya/ANKARATÜRKEIFon: +90 312 4404080, Fax: +90 312 4403248http://www.kas.de/tuerkei/

Stiftung Mercator GmbH
Huyssenallee 46, 45128 Essen
Korrespondenzanschrift: Postfach 10 14 13, 45014 Essen
Fon: 0201 24522-0, Fax: 0201 24522-44
E-Mail: info(at)stiftung-mercator.de
http://www.stiftung-mercator.de

Stiftung für straffällige Jugendliche (TÜRKIYE ÇOCUKLARA YENIDEN ÖZGÜRLÜK VAKFI)
Rıhtım Cd. Yoğurtçu Şükrü Sk. No:19,
Kadıköy-İstanbul
Fon: +90 216 449 39 99, Fax: +90 216 414 90 78
E-Mail: tcyov@ttmail.com
http://www.tcyov.org/

Stiftung für Freiwillige im Bildungsbereich (Türkiye Eğitim Gönüllüleri Vakfı, TEGV)
http://www.tegv.org/

Weitere Institutionen

Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung
Altendorfer Str. 3, 45127 Essen
Deutschland
Fon: +49 201 31980
http://zfti.de/

Deutsch-Türkische Universität (TÜRK-ALMAN ÜNIVERSITESI)
Şahinkaya Cad. 86 - 34820 Beykoz / ISTANBUL
Fon: +90 216 333 30 00, Fax: +90 216 333 30 38
http://www.tau.edu.tr/

GENÇTUR (Jugendreiseanbieter)
Istiklal Cad. No: 108 Aznavur Pasaji, Kat: 5 34430 Galatasaray Istanbul
Fon: +90 212 244 62 30, Fax: +90 212 244 62 33
http://genctur.com.tr/

Verein für Fachkräfte im sozialen Dienst (Sosyal Hizmet Uzmanları Derneği)
Sezenler Cad. 20/13 Sihhiye /ANKARA
Fon: +90 312 232 52 38
http://www.shudernegi.org/

Verein für Kinder- und Jugendpublikationen (Çocuk ve Gençlik Yayınları Derneği)
Necatibey Cad. Başcerrah sk. No:8/23 Karaköy – Istanbul
E-Mail: info@cgyd.org
http://cgyd.org/

Informationszentrum des Deutschen akademischen Austauschdienstes (Alman Akademik Değişim Servisi)
Siraselviler Cad. 78, 34433 Cihangir - Istanbul
Fon: (212) 249 34 62(212) 249 34 62, Fax: (212) 249 34 64
E-Mail: istanbul@daad-turkiye.org
http://www.daad-turkiye.org/tr/

Verein für Solidarität mit straffälligen Jugendlichen (ÖZGE-DER)
Tunus Cad. 91/8 Kavaklidere Ankara
Fon: 0 (312) 443 04 83. Fax:  0 (312) 443 01 71
E-Mail: ozgeder@ozgeder.org.tr
http://www.ozgeder.org.tr/

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Impressum aus Scrabblesteinen gelegt.
Impressum aus Scrabblesteinen gelegt. Bild: mih83 / pixabay.com

Impressum - Türkei

Die Länderinfos zu TÜRKEI wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit Frau Vildan Görbil.

Letzte Aktualisierung: Oktober 2016

Kontakt: dija(at)ijab.de