Projektdokumentation

In der Projektdokumentation findet sich eine Vielzahl ausgewählter Projekte der internationalen Jugendarbeit. Die Beispiele sollen Anregungen, konkrete Hinweise und direkte Kontakte geben. Nachahmen erwünscht!

Musik- und Tanzworkshop - M.U.K.A.-Kids & KinderKulturKarawane

Kontakt

Koordinationsstelle Umweltbildung und Globales Lernen (KUGL)
Ansprechpartner: Karin Schulze
Gleichen-Reinhausen
Fon: 05592 906216
KoordinationUmweltbildung(at)web.de
http://www.goettingerland.de/bildung/

Projektart

Kinderbegegnung, Kulturbegegnung

Projektzeitraum

05.09.2004 - 08.09.2004

Projektort

Diemarden (Deutschland)

Ebene

binational

Teilnehmerprofil

Kinder und Jugendliche (Deutschland: Grundschüler/-innen, Alter 8-9 Jahre; Südafrika: Jugendliche)


Kurzbeschreibung

An dem Musik- und Tanzworkshop waren Schüler/-innen der Grundschule Diemarden und die Theater-Gruppe M.U.K.A.-Kids aus Johannesburg/Südafrika beteiligt. Die altersdifferierende Teilnehmerkonstellation ergab sich daraus, dass die bereits älteren afrikanischen Jugendlichen den Workshop mit den deutschen Kindern durchführten.

Der Musik- und Tanzworkshop war Teil eines vierjährigen Modellprojektes „Vernetzte Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an Grundschulen“ der Koordinationsstelle Umweltbildung und Globales Lernen (KUGL) in Gleichen, in dessen Rahmen seit 2004 regelmäßig solche Begegnungsprojekte durchgeführt werden.

Methoden

Die aus Südafrika stammenden M.U.K.A.-Kids spielten zunächst afrikanische Musikstücke, stellten typische Rhythmen und Tanzstile vor, um auf dieser Grundlage anschließend mit den Schüler/-innen zu improvisieren. Die Kinder konnten während der Begegnung unter Anleitung der Jugendlichen verschiedene Rhythmusinstrumente kennen lernen und ausprobieren sowie eigene Rhythmen komponieren und die Musik mit Tanz verbinden und tänzerisch darstellen. Dadurch konnten die anfänglichen Berührungsängste der Grundschüler/-innen schnell überwunden werden. Die gemeinsame künstlerische Betätigung förderte die Kontaktaufnahme und das Aufeinander-Zugehen. Die Kinder und Jugendlichen lernten nicht nur voneinander, sondern sie entwickelten auch gemeinsame Spiele. Die Jungen interessierten sich vor allem für das Trommeln und Breakdancing, während die afrikanischen und deutschen Mädchen das gemeinsame Tanzen bevorzugten. Am Ende des dreitätigen Workshops fand eine öffentliche Aufführung des Erlernten durch die einheimischen und ausländischen Kinder und Jugendlichen statt.

Rahmenbedingungen: Die 14 ausländischen Gäste wurden während ihres dreitägigen Aufenthalts bei neun Familien der teilnehmenden Grundschüler/-innen untergebracht. Die Gäste wurden von den Gastfamilien in der Schule mit einem kleinen Empfang begrüßt und am Ende ihres Aufenthalts verabschiedet. Während der internationalen Begegnung wurden vormittags die Musik- und Tanzworkshops durchgeführt und nachmittags gab es ein gemeinsames Freizeitprogramm mit den Gästen und ihren Gastfamilien.

Der dreitägige Workshop fand in der Sporthalle der Grundschule statt. Die Kommunikation während der Begegnung erfolgte einerseits mittels Übersetzung durch einen Musikleiter, andererseits wurden nonverbale Verständigungsformen verwendet. Die Verständigung wurde außerdem durch direktes Vorspielen und Darstellung der Bewegungen erleichtert. Der Workshop wurde von Gunther Hampels „Music und Dance Company“ begleitet.

Vor- und Nachbereitung

Der kreative, künstlerische und musikalische Austausch war kein Einzelevent, sondern in schulische Unterrichtsprojekte eingebunden und somit Bestandteil des regulären Unterrichts. Dadurch setzten sich die Schüler/-innen während des Schulunterrichts mit dem Kontinent Afrika auseinander, insbesondere mit dem Leben der dort lebenden Menschen, der Tierwelt sowie dem Klima. Bereits einige Zeit vor der Durchführung des Musik- und Tanzworkshops hatten die daran teilnehmenden Grundschüler/-innen die Möglichkeit, mit schon erwachsenen Künstlern des M.U.K.A.-Projektes in Kontakt zu kommen, weil diese in Deutschland auf Tournee waren. Dadurch bot sich ihnen die Gelegenheit, sich im unmittelbaren Gespräch mit den erwachsenen Künstler(inne)n bereits über das Leben von Kindern in Afrika zu informieren. Einige Schulkinder und deren Familien pflegten auch nach dem Workshop weiterhin Kontakt mit ihren afrikanischen Gästen. Der Musik- und Tanzworkshop förderte das Interesse und die Motivation der Grundschüler/-innen, Fremdsprachen zu erlernen, um zur Völkerverständigung beizutragen.

Finanzierung

Sonstige

Kooperationspartner

Gunther Hampels Music und Dance Company, Koordinationsstelle Umweltbildung und Globales Lernen (KUGL), Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH – KinderKulturKarawane Hamburg, Entwicklungspolitisches Informationszentrum Göttingen (EPIZ)

Ergebnisse und Dokumentation

Plakate, Presse, Dokumentation vorhanden. Mehr Informationen zu den M.U.K.A.-Kids auf der nachfolgenden Website.